Chaos am BER
Abschiebehäftling randaliert – Notrutsche löst aus
Aktualisiert am 23.04.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Start eines Abschiebeflugs kann wegen eines chaotischen Vorfalls nicht wie geplant stattfinden. Die Maschine muss geräumt werden.
Ein Mann, der abgeschoben werden sollte, hat an Bord eines Flugzeugs am Berliner Flughafen BER randaliert. Dabei löste sich die Notrutsche des Airbus A320, woraufhin alle Passagiere das Flugzeug verlassen mussten, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete.
Der Flug von Austrian Airlines war für 7 Uhr morgens nach Wien geplant. In den hinteren Reihen begann der Häftling zu randalieren. Begleitende Polizisten führten ihn aus der Maschine – beim Gerangel an der Vordertür löste dabei die Notrutsche aus.
Eine Sprecherin von Austrian Airlines bestätigte den Vorfall: Der Passagier habe sich lautstark bemerkbar gemacht, woraufhin entschieden worden sei, dass er aussteigen müsse. Dabei sei die Notrutsche aktiviert worden.
Am späten Morgen durften die ersten Passagiere wieder einsteigen. Laut Airline wird der Flug mit zweieinhalb Stunden Verspätung in Wien erwartet.
Abschiebeflüge verlaufen nicht immer reibungslos: Im vergangenen Jahr wurden 1.593 Abschiebungen mit Beteiligung der Bundespolizei abgebrochen. Als Gründe nennt die Bundesregierung unter anderem aktiven und passiven Widerstand, medizinische Notfälle, fehlendes Personal oder fehlende Dokumente sowie Selbstverletzung. Insgesamt wurden im selben Jahr rund 22.800 Menschen abgeschoben – knapp 20.000 davon auf dem Luftweg.
