Maßnahme gegen das PCO-Syndrom
Abnehmen bei PCOS – was bringt es wirklich?
Aktualisiert am 09.05.2025Lesedauer: 3 Min.
Frauen mit PCOS fragen sich mitunter, was sie selbst gegen das Syndrom tun können. Hier erfahren Sie, wann Abnehmen helfen kann – und was dafür zu tun ist.
Das unter Frauen weit verbreitete polyzystische Ovarsyndrom (kurz PCO-Syndrom oder PCOS) geht mit zahlreichen Beschwerden einher. Akne, Haarausfall, eine verstärkte Körperbehaarung und Zyklusstörungen: Meist sind es diese oder einige dieser Symptome, die die Betroffenen dazu veranlassen, ärztlichen Rat einzuholen.
Bei vielen Frauen mit PCOS zeigt sich die Hormonstörung erstmals, nachdem sie zugenommen haben – häufig ist das bereits im Jugendalter der Fall. Das bedeutet nicht, dass PCOS allein durch Übergewicht entsteht. Vielmehr liegen dem Syndrom mehrere Ursachen zugrunde, deren Zusammenspiel längst noch nicht abschließend erforscht ist.
Einig sind sich Fachleute jedoch darüber, dass ein ungesund hohes Gewicht das Risiko für ein PCOS erhöht. Kritisch ist vor allem zu viel Bauchfett. Das überschüssige Fett im Körper scheint sich auf zahlreichen Wegen störend auf den Hormonhaushalt auszuwirken. Das Risiko für PCOS erhöht es unter anderem deshalb, weil es zur Entstehung einer sogenannten Insulinresistenz beitragen kann.
Der Botenstoff Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen Zucker aus dem Blut aufnehmen und zur Energiegewinnung nutzen können. Übergewicht und andere Einflüsse können die Wirkung des Insulins allerdings abschwächen. Bei manchen Menschen führt ein hoher Anteil an Körperfett dazu, dass ihre Zellen unempfindlich gegenüber Insulin werden, also resistent.
Die Insulinresistenz hat auf Dauer verheerende Folgen für den Stoffwechsel. Um die verminderte Wirkung des Insulins auszugleichen, bildet der Körper zunächst mehr davon. Der dauerhaft erhöhte Insulinspiegel kann mit der Zeit verschiedene gesundheitliche Probleme nach sich ziehen, zu denen vor allem Diabetes zählt – und bei manchen Frauen PCOS.
Insulin bringt bei den Betroffenen den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht, was sich durch die für PCOS typischen Beschwerden bemerkbar macht. Umgekehrt begünstigt PCOS auch Übergewicht – das hormonelle Ungleichgewicht fördert die Ansammlung von Fettgewebe im Körper.
Frauen mit PCOS, die zugleich Übergewicht haben, kann Abnehmen zur Besserung der Symptome verhelfen. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass bereits ein geringes Minus auf der Waage etwas bringt: Bei den Teilnehmerinnen besserten sich die Beschwerden und die Chancen auf einen Eisprung bereits, als sie etwa fünf Prozent ihres Gewichts abgebaut hatten. Zur Orientierung: Wer 90 Kilogramm wiegt, muss dazu nur 4,5 Kilogramm abnehmen.
Auch im Sinne der sonstigen Gesundheit ist es besser, das Gewicht so weit zu verringern, dass es den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und die Gelenke nicht mehr belastet. Frauen sollten hierzu einen Body-Mass-Index (BMI) von unter 25 anstreben.











