„Macht sprachlos“

Große Abi-Feier läuft komplett aus dem Ruder


Aktualisiert am 21.03.2026 – 14:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Einsatzkräfte der Berliner Polizei (Symbolbild): Die Beamten lösten eine große Abi-Party auf. (Quelle: IMAGO/imago-images-bilder)

Kurz vor den Abiturprüfungen treffen sich Schüler in Massen, um zu feiern. Als die Polizei eingreift, wird es brenzlig.

In Berlin ist am Freitagabend eine große Feier von angehenden Abiturienten aus dem Ruder gelaufen. Wie RBB und „Tagesspiegel“ berichteten, löste die Polizei eine Versammlung mit etwa 1.000 Menschen in einem Park in Prenzlauer Berg auf. Dabei sei es zu Angriffen gekommen: Mehrere Schüler sollen Flaschen auf die Einsatzkräfte geworfen haben. Fünf Jugendliche oder junge Erwachsene wurden wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs sowie tätlichen Angriffs vorübergehend festgenommen. Die Polizei ermittelte in 15 Fällen wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Taschendiebstahls.

Zuvor hatten sich den Berichten zufolge Anwohner über Lärm, Müll und Pyrotechnik beschwert. Auch in anderen Parks und in einem U-Bahnhof in Berlin fanden am Abend entsprechende Feiern mit teils Hunderten Menschen statt. Die größte Feier in Prenzlauer Berg war in sozialen Netzwerken als „Abi-Flashmob“ beworben worden.

Seit Montag feiern täglich Hunderte Schüler in Berlin die letzte Schulwoche vor den schriftlichen Abiturprüfungen. Während der sogenannten Motto-Woche wird jeden Tag ein anderes Motto aufgerufen und gefeiert. Erst am Freitag hatte es Berichte über durch die Feiern zerstörte und völlig vermüllte Grünanlagen in der Hauptstadt gegeben.

Die Ordnungsstadträtin des Bezirks Pankow, Manuela Anders-Granitzki, teilte mit: „Was sich jedoch aktuell in unseren Grünanlagen abspielt, hat mit Feiern nichts mehr zu tun. Es ist ein Ausmaß an Rücksichtslosigkeit, das sprachlos macht.“ Sie richtete sich direkt an die Schulleitungen: „Nehmen Sie Ihre Verantwortung ernst. Vermitteln Sie Ihren Schülerinnen und Schülern, dass Freiheit und Verantwortung untrennbar zusammengehören.“

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