Nach 29 Jahren
Leichtathlet bricht deutschen Uralt-Rekord deutlich
Aktualisiert am 29.03.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Mohamed Abdilaahi unterbietet beim Meeting in Kalifornien eine jahrzehntealte deutsche Bestmarke. Auch ein zweiter deutscher Läufer war nah dran.
Der deutsche Langstreckenläufer Mohamed Abdilaahi hat beim Meeting in San Juan Capistrano einen Rekord gebrochen, der fast drei Jahrzehnte Bestand hatte. Mit 26:56,58 Minuten über 10.000 Meter auf der Bahn unterbot er die Bestmarke von Dieter Baumann aus dem Jahr 1997 um mehr als 24 Sekunden – und gewann das Rennen. „Ich bin mega happy und einfach dankbar, dass es so gut funktioniert hat“, sagte Abdilaahi.
Der neue Rekord muss noch bestätigt werden. „Das ist toll, da muss alles passen. Er soll das genießen“, sagte Baumann der Deutschen Presse-Agentur. Für den 61-Jährigen kam die Bestmarke aber „mit Ansage“. „Der hat etwas ganz Tolles: so eine Unverschämtheit, so etwas Verrücktes. Er geht an Rennen heran, ohne sich Grenzen zu setzen. Sonst limitiert man sich ja auch selbst nur“, sagte Baumann über den gebürtigen Mönchengladbacher, dessen Eltern aus Somalia stammen.
Baumann, der Abdilaahi schon als „jungen Kerl“ kennengelernt habe, formuliert auch eine gewisse Erwartung. „Ich würde mir wünschen, dass er diese Zeiten in Rennen umsetzt, wo es um Medaillen geht. Denn Rekorde sind vergänglich, Titel bleiben.“ Bei der WM 2025 in Tokio hatte Abdilaahi den Endlauf über 5.000 Meter verpasst. Über den gebrochenen Rekord wurde Baumann telefonisch von seiner Frau Isabelle informiert, die als Trainerin in den USA vor Ort war.
Baumann hatte seine Bestzeit von 27:21,53 Minuten am 5. April 1997 im spanischen Barakaldo aufgestellt, fünf Jahre zuvor war er in Barcelona Olympiasieger über 5.000 Meter geworden. Zu Jahresbeginn hatte Abdilaahi in Valencia den Straßenrekord von Marathon-Vizeweltmeister Amanal Petros über 10.000 Meter verbessert.
Ebenfalls in den USA lief Hindernisspezialist Frederik Ruppert nah an die alte Marke Baumanns heran. Er wurde in 27:24,53 Minuten Achter – drei Sekunden langsamer als die Bestzeit des Olympiasiegers.










