Schwanger oder nicht?

So funktioniert ein Schwangerschaftstest


Aktualisiert am 08.04.2026Lesedauer: 4 Min.

Wie sicher ist das Ergebnis eines Schwangerschaftstests? (Quelle: comzeal/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Schwangerschaftstests sind günstig und schnell – doch nicht immer zuverlässig. Ab wann und wie man sie richtig einsetzt.

Nicht immer sind die Signale des Körpers eindeutig. Teilweise bleibt die morgendliche Übelkeit aus oder Sie haben trotz Schwangerschaft weiterhin Ihre Periode. Letzteres ist sogar nicht selten. Rund eine von 200 Schwangeren hat dieses Phänomen. Wenn Sie wirklich sicher gehen möchten, sollten Sie einen Schwangerschaftstest durchführen lassen – am besten direkt beim Arzt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ein zuverlässiges Ergebnis bietet ein handelsübliche Tests erst, wenn Ihre Monatsblutung einige Tage ausgeblieben ist. Andernfalls könnte der Test ein falsch-negatives Ergebnis anzeigen. „Frühtests“ können bereits fünf Tage vor dem Ausbleiben der Regelblutung durchgeführt werden. Sie sind allerdings weniger zuverlässig. Wirkliche Sicherheit bietet eine Untersuchung beim Frauenarzt.
  • Verwenden Sie für den Test am besten Morgenurin.
  • Das Messgefäß sollte sauber sein.

Schwangerschaftstest für zu Hause

Schwangerschaftstests für die Heimanwendung sind schon ab drei Euro rezeptfrei in der Apotheke oder Drogerie erhältlich. Sie messen die Konzentration des Schwangerschaftshormons ß-hCG (humanes Choringonadotropin) im Urin. Dieses bildet der weibliche Körper nach der Befruchtung der Eizelle. Das Hormon ß-hCG fördert die Bildung von Östrogenen und Gestagenen und ist damit unverzichtbar für den Erhalt der Schwangerschaft.

Wie wende ich einen Schwangerschaftstest richtig an?

Bereits nach wenigen Minuten verschafft ein Schwangerschaftstest für zu Hause Gewissheit. Wichtig ist dabei, sich strikt an die Gebrauchsanweisung zu halten.

Bei einigen Produkten wird der Teststreifen in ein Gefäß mit aufgefangenem Urin gehalten, bei anderen direkt in den Urinstrahl. Dabei sollten die Frauen unbedingt die in der Gebrauchsanleitung angegebene Kontaktdauer berücksichtigen. Anschließend legen sie den Test auf eine ebene Fläche und erhalten nach spätestens fünf Minuten ein Ergebnis.

Die Wahrscheinlichkeit für ein korrektes Ergebnis erhöht sich, wenn Sie den Test mit Morgenurin machen: Darin ist die hCG-Konzentration besonders hoch.

Welcher Test bringt wirklich Gewissheit?

Eine zweifelsfreie Bestätigung ihrer Schwangerschaft erhalten Frauen nur bei ihrem Gynäkologen. Diesen sollten sie auch aufsuchen, wenn das Testergebnis negativ ist und ihre Periode dennoch ausbleibt. Dann gilt es abzuklären, ob eine funktionelle Zyklus-Störung vorliegt. Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse.

Um eine Schwangerschaft festzustellen, wird der Gynäkologe einen Bluttest sowie eine vaginale und eine Ultraschall-Untersuchung vornehmen. Auf diese Weise ist bereits in der vierten Woche die Fruchthöhle erkennen. Ab der sechsten oder siebten Woche zeigt das Ultraschallbild den Dottersack mit dem Embryo. Auch lässt sich schon in diesem frühen Stadium die Herzaktivität des Fötus darstellen. Anhand dieser Parameter kann auch die Schwangerschaftswoche bestimmt werden.

Ab wann kann ich einen Schwangerschaftstest machen?

Für ein zuverlässiges Ergebnis sollten Sie handelsübliche Tests erst machen, wenn Ihre Periode ausgeblieben ist. Am besten warten Sie noch zwei weitere Tage. Vor ersten Schwangerschaftsanzeichen ist das Risiko, dass der Test ein falsch-negatives Resultat anzeigt, sehr hoch: Liegt nämlich der Eisprung erst elf oder zwölf Tage zurück, ist die Einnistung zwar bereits erfolgt, der ß-hCG-Wert aber noch nicht messbar.

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