„Ein Killer vor dem Tor“
Bellingham-Papa kickt jetzt in der Kreisliga
04.12.2025 – 16:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Vater der Bellingham-Brüder mischt plötzlich selbst im deutschen Amateurfußball mit. Dabei beeindruckt er mit seinen Torjägerqualitäten.
Seit dem Wechsel seines Sohnes Jobe Bellingham im Sommer zu Borussia Dortmund lebt Mark Bellingham in Herdecke. Dass der Vater des BVB-Profis und von Real-Madrid-Star Jude Bellingham dort bald selbst aktiv spielen würde, hatte zunächst wohl niemand erwartet. Doch aus einem simplen Platzbesuch entwickelte sich für den 49-Jährigen eine neue sportliche Perspektive.
Wie die „Westfalenpost“ berichtet, erschien der frühere englische Amateur-Stürmer im September auf dem Gelände des FC Herdecke-Ende. Mit dem Wunsch, einfach mit älteren Spielern zu trainieren, stellte er sich den Vereinsverantwortlichen vor. Bellingham sagte demnach: „Ich bin der Mark. Ich suche einen Platz, um mit älteren Männern Fußball zu spielen.“ Bereits nach wenigen Einheiten unterschrieb er seinen Mitgliedsantrag. Dass der neue Mitspieler eng mit zwei bekannten Profis verwandt ist, bemerkten viele erst später. Klubchef Marcel Schünke wurde bei der Anmeldung stutzig und erinnert sich: „Auf einmal sprechen alle Englisch in der Kabine.“
Inzwischen steht Mark Bellingham regelmäßig auf dem Platz. Er kam bereits in der zweiten Mannschaft des Klubs zum Einsatz, die in der Kreisliga B spielt, und traf dort in zwei Partien dreimal. Auch im Altherren-Pokal war er aktiv: Gegen Berchum/Garenfeld erzielte er bei seinem Debüt zwei Tore. „Mark ist einfach ein Killer vor dem Tor. Neben drei Treffern in zwei Spielen hat er auch noch ein weiteres Tor vorbereitet“, sagt Schünke.
Dass der Engländer fußballerisch einiges mitbringt, überrascht in Herdecke niemand mehr. In seiner aktiven Zeit erzielte Bellingham in Englands siebthöchster Spielklasse über 700 Treffer und hatte seine Karriere Ende der 2010er-Jahre eigentlich beendet. Seither konzentrierte er sich auf die Laufbahnen seiner Söhne, an die er sein fußballerisches Talent offenbar weitergegeben hat.
Anders als im Profibereich gibt sich Bellingham in Herdecke bescheiden. Laut Klubchef Schünke sei er „einfach nur der Privatmann, der sich nicht scheut, eine Kiste Bier reinzuschmeißen oder im Regen mit am Bratwurststand zu stehen“. Auch auf dem Platz zeige er sich kollegial und ohne Allüren.
Mark Bellingham hat sich damit schnell in die neue Umgebung eingefunden. Beim BVB hingegen löste er zuletzt noch Wirbel aus, als er nach einem 3:3 gegen den FC St. Pauli mit Sportdirektor Sebastian Kehl im Kabinentrakt aneinandergeriet. In Herdecke jedoch steht nicht die Rolle als Vater von Profis im Vordergrund – sondern seine Torjägerqualitäten.









