Union-Eigentor bricht den Bann
Freiburg siegt – und bleibt an Bayern und Dortmund dran
Aktualisiert am 08.11.2026 – 19:33 UhrLesedauer: 3 Min.
In Freiburg läuft das Spiel lange nur in eine Richtung. Unions Keeper lässt aber nichts anbrennen. Die Erlösung bringt dann ausgerechnet ein Eigentor.
Der SC Freiburg hat den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga gefestigt. Das Team von Trainer Julian Schuster besiegte den 1. FC Union Berlin mit 2:0 (0:0). Die Hausherren führten in der ersten Hälfte zwar jede Statistik an, wurden aber erst nach einem Eigentor von Union-Kapitän Rani Khedira mit dem Führungstreffer belohnt. Yuito Suzuki erhöhte kurz darauf (67. Minute).
Über den Freiburgern (19 Punkte) stehen nur noch Borussia Dortmund und an der Tabellenspitze der FC Bayern (beide 21). Union dagegen steht weiterhin mit nur einem Saisonsieg und sieben Punkten auf dem 16. Rang.
So lief das Spiel
Die nach dem 1:0 in der Conference League auf vier Positionen veränderte Freiburger Startelf dominierte von Beginn gegen die destruktiven Gäste. Union verteidige kollektiv und diszipliniert, hatte Schuster vorab bei DAZN gewarnt: „Es ist wichtig heute, was den Kopf angeht, zu akzeptieren, wenn nicht arg viel passiert.“
Lange Zeit tat sich dann auch arg wenig, weil der harte Berliner Beton zunächst hielt. Der Sport-Club probierte es oft über die eigene linke Seite, auf der Verteidiger Jordy Makengo und Nationalspieler Derry Scherhant immer wieder ihre Aktionen hatten, darunter aber wenig durchschlagende. Auch bei den eingestreuten langen Bällen war die Union-Abwehr um den Ex-Freiburger Janik Haberer aufmerksam.
Zudem ließ sich Union-Kapitän Khedira von der Sechserposition aus oft als fünfter Spieler in die Köpenicker Abwehrkette fallen. Schuster klatschte mehrfach aufmunternd in die Hände, während seine Elf anlief, fleißig kombinierte und auch ein paar Kunststücke auspackte. Unter anderem gab Scherhant seinem Bewacher Haberer einen Beinschuss.
Als die Freiburger vor der Pause zur letzten Drangphase bliesen, bröckelte der Berliner Block. Suzuki zwang Frederik Rönnow mit einem Flachschuss zu einer Glanztat. Wie gut der Union-Torwart drauf war, zeigte er kurz darauf noch mal bei einem Matanović-Kopfball. Die Dominanz der Badener spiegelte sich auch in der Torschuss-Statistik wider: 12:0 stand es zur Halbzeit.
Unions Raumverdichter erhielten mit dem Seitenwechsel zwei frische Kräfte. Oliver Burke und Wooyeong Jeong kamen für Tim Skarke und Kastriot Imeri, an den Machtverhältnissen änderte dies nichts. Die Elf von Trainer Mauro Lustrinelli verteidigte weiter tief, die Freiburger suchten die Lücke – und fanden sie früher als erhofft: Jan-Niklas Beste passte den Ball nach einem flotten Angriff in den Strafraum, wo Khedira ins eigene Netz traf.