Suche nach Giften und Wanzen
Fall Aiwanger: Ermittler nehmen Hotelzimmer in den Fokus
06.11.2026Lesedauer: 1 Min.
Nach Hubert Aiwangers Tod suchen die Ermittler nach Giftstoffen und Bettwanzen in seiner Unterkunft. Die Freien Wähler beraten über die Nachfolge an der Parteispitze.
Die Umstände des Todes des bayerischen Politikers Hubert Aiwanger von den Freien Wählern (FW) sind noch nicht abschließend geklärt. Nach Informationen des „Focus“ haben die Berliner Ermittler Aiwangers Zimmer im Hauptstadt-Hotel „Neuer Fritz“ eingehend auf Bettwanzen und Giftstoffe untersucht. Verdächtige Spuren seien aber nicht entdeckt worden, hieß es.
Aiwanger, 55, war am Mittwoch leblos in einem Berliner Hotelzimmer entdeckt worden. Sein Tod hatte deutschlandweit Trauer und Entsetzen ausgelöst.
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Über die Todesursache herrscht weiter Unklarheit. Ein Fremdverschulden schließen die Berliner Fahnder aus. Bayerns Digitalminister Fabian Mehring nahm auf LinkedIn zu Aiwangers Tod Stellung. Dort schrieb der FW-Politiker: „Als ich gebeten wurde, am Nachmittag krankheitsbedingt für ihn einzuspringen, wünschte ich ihm eine gute Besserung und ging quasi von einem Schnupfen aus.“
Aiwanger war zur Eröffnung der neuen Bundeszentrale der Freien Wähler nach Berlin gereist. Er hatte seine Teilnahme aber kurzfristig abgesagt. Nachdem er weder auf Anrufe noch auf Klopfen an seiner Zimmertür geantwortet hatte, verschafften sich Hotelbedienstete gegen 19 Uhr am Mittwoch Zugang zur Unterkunft und fanden den leblosen Körper des Politikers.
Aiwanger hatte die Freien Wähler 2008 in den Münchner Landtag geführt und 2018 in die Staatsregierung. Seine Nachfolge bei den Freien Wählern ist offen. Als Favoriten werden Digitalminister Fabian Mehring gehandelt sowie FW-Fraktionschef Florian Streibl, Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Max Streibl.