Fast querschnittsgelähmt
Zweimalige Olympiasiegerin beendet Karriere
03.11.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Zweimal gewinnt Skirennfahrerin Michelle Gisin Olympia-Gold. Im Dezember entgeht sie nur knapp einer Querschnittlähmung. Nun zieht sie einen Schlussstrich.
Nach elf Jahren im Weltcup hat die zweimalige Olympiasiegerin Michelle Gisin ihre Karriere im alpinen Skirennsport beendet. Die Schweizerin gab ihren sofortigen Rücktritt vom Leistungssport infolge eines schweren Trainingssturzes am Dienstag bekannt. Im Dezember 2025 war Gisin bei einem Abfahrtstraining in St. Moritz gestürzt und nur knapp einer Querschnittlähmung entgangen.
Bei dem Sturz hatte sie Verletzungen an der Halswirbelsäule, am Handgelenk sowie am Knie erlitten und musste sich mehreren Operationen unterziehen. „Es war ein langer Prozess, der parallel zu meiner Rehabilitation, aber auch schon in den Jahren davor stattgefunden hat“, sagte Gisin in einer Mitteilung des Schweizer Verbandes. Sie sei inzwischen „sehr glücklich“ mit ihrer Entscheidung und freue sich auf die Zukunft.
Gisin blickt in ihrer Karriere auf große Erfolge zurück. Die 32-Jährige gewann sowohl 2018 in Pyeongchang als auch 2022 in Peking bei den Olympischen Spielen Gold in der Kombination. In China holte sie Bronze im Super-G. Dazu kommen zwei WM-Medaillen und ein Weltcup-Sieg im Einzelrennen. Im Weltcup stand sie in allen Disziplinen auf dem Podest.