„Sweetclub“
Kultclub in München schließt für immer – das ist der Grund
02.11.2026 – 02:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach fast zehn Jahren hat der Sweetclub am Maximiliansplatz in München geschlossen. Die Halloween-Party am Wochenende war die letzte Veranstaltung.
Der „Sweetclub“ am Maximiliansplatz hat nach fast zehn Jahren geschlossen. Das teilte der Club am Freitag auf Instagram mit. Die Halloween-Party am Wochenende war demnach die letzte Veranstaltung. Betreiber Mathias Scheffel bestätigte die Schließung und nannte als Gründe unter anderem zwei nicht bezahlte Monatsmieten nach einem umsatzschwachen Sommer.
Der Club hatte im März 2017 den Vorgänger Gecko Club am Maximiliansplatz 5 abgelöst. Nach eigenen Angaben war der „Sweetclub“ mit mehr als 1.000 Quadratmetern der größte Club im Herzen Münchens. Am Wochenende lief dort Musik von Hip-Hop bis House und Charthits.
„Sweetclub“ in München reiht sich in eine Serie von Club-Aus ein
Scheffel betreibt nach eigenen Angaben weiterhin das „Filmcasino“, das „Pacha“ sowie das Café Reitschule in Schwabing. Zur Reitschule sagte er der „tz“: „Leider bahnt sich bei der Reitschule Ähnliches an wie beim Sweetclub“. Er befürchtet: „Wir werden nicht die letzten sein, Stück für Stück werden weitere Clubs schließen.“
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Die Schließung des „Sweetclub“ reiht sich in eine Serie von Club-Aus ein. Genannt werden unter anderem Harry Klein, 8 Below, Beverly Kills, Blitz Club und DNA Club. Auch die Paradiso Tanzbar in der Rumfordstraße werde nach 20 Jahren schließen, der Betreiber habe der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt, der Vermieter habe den Vertrag nicht verlängert.
Grünen-Stadtrat David Süß sieht in der Entwicklung ein strukturelles Problem. „Es kommen keine neuen Räume dazu. Eine Stadt wie München braucht eine aktive Jugendkultur. Aber es gibt zu wenig Freiräume“, sagte Süß der „tz“. Als Gegenmaßnahme verwies er auf die MUCs und brachte erneut die Idee eines städtischen Clubs ins Spiel.