Wichtig zu wissen
Nicht jedes Magengeschwür führt zu einem Magendurchbruch. Vielmehr handelt es sich um eine seltene Komplikation. Schätzungen zufolge brechen etwa 5 von 100 Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren durch, wobei dies bei Zwölffingerdarmgeschwüren deutlich häufiger vorkommt.
Bei Personen, die wiederholt oder sehr lange an Magengeschwüren leiden, ist das Risiko für einen Magendurchbruch erhöht. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen das Alter, bestimmte schwere Vorerkrankungen und die Einnahme von Gerinnungshemmern.
Warnzeichen Blutungen
Bevor ein Magendurchbruch entsteht, kann ein Magengeschwür zu Blutungen führen. Dann sind bereits Blutgefäße in der Magenwand beschädigt.
Mögliche Anzeichen einer Blutung sind
- Bluterbrechen (Hämatemesis),
- schwarzer Stuhlgang und/oder
- Anzeichen einer Blutarmut.
Bei solchen Beschwerden ist rasche ärztliche Abklärung nötig, um Komplikationen wie einen Magendurchbruch zu verhindern.
Magendurchbruch: Welche weiteren Ursachen sind möglich?
Selten sind andere Erkrankungen oder Verletzungen für einen Magendurchbruch verantwortlich. Dazu zählen etwa:
- bösartige Magentumoren (Magenkrebs) oder Tochtergeschwulste (Metastasen) im Bereich des Magens
- Verletzungen von außen, etwa im Rahmen eines Verkehrsunfalls oder durch einen Messerstich in den Bauch
- Verletzungen von innen, etwa während einer Magenspiegelung
- Verschlucken von ätzender Flüssigkeit
Wie wird ein Magendurchbruch festgestellt?
Um zu prüfen, ob es sich tatsächlich um einen Magendurchbruch handelt, werden im Krankenhaus Röntgenaufnahmen vom Brust- und Bauchbereich angefertigt.
Lässt sich anhand der Aufnahmen Luft (und manchmal auch Flüssigkeit) im Bauchraum nachweisen, die aus dem Magen ausgetreten ist, spricht das für eine Magenperforation. In manchen Fällen ist zusätzlich eine Computertomografie notwendig, um die Diagnose zu sichern.
Wie wird ein Magendurchbruch behandelt?
Ein Magendurchbruch endet ohne frühzeitige Therapie fast immer tödlich. Besonders wichtig ist, dass der Mageninhalt nicht mehr in den Bauchraum gerät. Daher muss die Öffnung im Magen so rasch wie möglich operativ geschlossen werden.
Ist ein Geschwür die Ursache für den Magendurchbruch, entfernt die Chirurgin oder der Chirurg dieses operativ. In schweren Fällen kann es nötig sein, einen Teil des Magens zu entfernen.
Hat sich eine Bauchfellentzündung entwickelt, muss die Ärztin oder der Arzt den Bauchraum gründlich spülen. Entstandene Entzündungsflüssigkeit wird zudem über einen dünnen Schlauch (Drainage) nach außen geleitet.