2. Pokalrunde am Mittwoch
Bundesligist scheitert vom Punkt – Nächster Tiefschlag für Wagner-Elf
Aktualisiert am 28.10.2026 – 23:53 UhrLesedauer: 5 Min.
Während Leverkusen nach 0:2-Rückstand mächtig aufdreht, verschlimmert sich die Krise bei Zweitligist Hannover immer weiter. Klassenkamerad Kiel schafft eine Überraschung.
Bayer Leverkusen hat mit einem Kraftakt das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Gegen Zweitliga-Topklub 1. FC Nürnberg geriet der Doublesieger aus dem Jahre 2024 in Halbzeit eins mit 0:2 in Rückstand, drehte die Partie nach deutlicher Leistungssteigerung aber noch in einen deutlichen 5:2-Erfolg.
In einem weiteren Duell zwischen einem Erst- und einem Zweitligist schaffte Holstein Kiel die Überraschung und bezwang die TSG Hoffenheim mit 4:3 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden.
Unterdessen muss sich Hannover 96 nach einer 0:2-Heimniederlage gegen Ligarivale 1. FC Kaiserslautern aus dem Wettbewerb verabschieden. Damit kassiert der krisengeschüttelte Zweitligist, bei dem neben Sportchef Jonas Boldt auch der erst vor Kurzem verpflichtete Trainer Sandro Wagner immer heftiger in die Kritik gerät, den nächsten Tiefschlag.
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Erst am Wochenende verlor der Ex-Bundesligist das prestigeträchtige Niedersachsenderby bei Eintracht Braunschweig mit 0:2 und rutschte auf den drittletzten Tabellenplatz ab. Nach vier Spielen an der Seitenlinie der 96er wartet Wagner weiter auf den ersten Sieg.
Hannover – Kaiserslautern
Vor 35.800 Zuschauern vergab Hannover eine Reihe von Großchancen, während der Gegner aus wenig sehr viel machte: Milos Lukovic (14. Minute) und Ivan Prtajin (86.) nutzten zwei von nur drei FCK-Chancen.
Zumindest was die Leistung angeht, spielte Hannover gegen Kaiserslautern zeitweise wie verwandelt. Schon in der zweiten Minute vergab Marcel Hartel eine erste gute Möglichkeit. Nach dem überraschenden 0:1 durfte sich 96 wechselweise über Pech, Unvermögen und einen überragenden FCK-Torwart Krahl ärgern. Der 26-Jährige parierte die Chancen von Maurice Neubauer (17.), Hartel (25.) und Benjamin Källman (30./44.).
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Franz Roggow (45.) traf nur den Pfosten. Zweimal kam den Gastgebern auch die Spielleitung dazwischen. Einen zunächst gepfiffenen Foulelfmeter (22.) korrigierte der Videoschiedsrichter zum direkten Freistoß. Ein Tor von Husseyn Chakroun wurde wegen Abseits nicht gegeben (28.).
Nach der Pause war Hannover weiter dominant, wenn auch nicht mehr so zwingend. Ein Kopfball von Virgil Ghita (52.) und ein Schuss von Merlin Sinanovic (71.) waren die besten Möglichkeiten. Die Gäste blieben blass. Die 96-Fans standen trotz des schwachen Saisonverlaufs weiter hinter dem Team. Der Druck in Hannover wird jedoch immer größer.
Leverkusen – Nürnberg
Rafael Lubach (13. Minute) und Sigurd Haugen (30.) hatten die zunächst forschen Gäste vor 29.681 Fans in Führung gebracht. Edmond Tapsoba (41. und 49.) leitete mit je einem Treffer kurz vor und nach der Pause die Wende ein, ehe Patrik Schick mit einem verwandelten Elfmeter (70.), Jonas Hofmann (78.) und Lucas Vázquez (89.) den am Ende zu hoch ausgefallenen Sieg für die Werkself perfekt machten.