Strecke Madrid – Andalusien gesperrt
Schweres Zugunglück in Spanien – viele Tote
Aktualisiert am 28.10.2026 – 11:43 UhrLesedauer: 2 Min.
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Zwei Hochgeschwindigkeitszüge stoßen in Spanien zusammen. Mehrere Todesopfer werden bestätigt. Die Regierung sagt ihre Termine ab.
In Spanien hat sich am Mittwochmorgen ein schweres Zugunglück ereignet. Medienberichten zufolge kollidierten zwei Hochgeschwindigkeitszüge zwischen den Gemeinden Urda und Orgaz in der zentralspanischen Provinz Toledo miteinander.
Wie eine Sprecherin der Regionalregierung von Kastilien-La Mancha erklärte, starben bei dem Unglück mindestens 30 Menschen. Zuvor hatte sie im spanischen Fernsehen erklärt: „Die Situation wird sich verschlimmern.“ sagte sie. Demnach waren etwa 400 Passagiere an Bord der beiden Züge. Der Sender Sky News berichtete unter Berufung auf örtliche Behörden von 39 Todesopfern.
Zugunglück in Spanien: Waggons stürzen Böschung herunter
Zwei Waggons von einem der Züge stürzten nach Informationen des Fernsehsenders RTVE einen Bahndamm hinunter. Der Rettungsdienst 112 teilte mit, Notfallpläne aktiviert zu haben. Zahlreiche Retter eilten zum Ort des Geschehens.
Die Behörden kündigten die Entsendung mobiler Intensivstationen zur Versorgung der verletzten Fahrgäste an. Die Regionalregierung aktivierte den Katastrophenschutz.
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Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde in beide Richtungen unterbrochen, wie der spanische Bahnnetzbetreiber Adif mitteilte. Sky News zufolge wurden die Passagiere über große Bildschirme vor massiven Verspätungen und Ausfällen im Zugverkehr rund um Madrid gewarnt.
Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Laut der spanischen Tageszeitung „El País“ sollen erste Analysen auf einen fehlerhaften Befehl eines Mitarbeiters der Leitstelle hindeuten. Dieser soll dem auffahrenden Zug das Signal gegeben haben, weiterzufahren. Zuvor soll das automatische Hauptsignalsystem ausgefallen sein, woraufhin auf manuellen Betrieb umgeschaltet worden sei.
Politiker sagen Termine nach Zugunglück ab
Laut der spanischen Tageszeitung „El País“ soll am Bahnhof Atocha in Madrid ein Raum eingerichtet werden, in dem Angehörige von möglichen Opfern Informationen und Unterstützung erhalten können. Zudem wurde eine Telefonnummer für Angehörige eingerichtet.

„El País“ berichtete, die spanische Regierung habe ihre Termine für Mittwoch aufgrund des Unglücks abgesagt. Ministerpräsident Pedro Sánchez teilte auf der Plattform X mit: „Meine Zuneigung, Solidarität und Unterstützung gelten allen Opfern und ihren Familien.“
Der Präsident der Region Andalusien, Juanma Moreno, sprach auf X von einem „Horror“. Er zeigte sich sehr besorgt über die eingehenden Nachrichten.
Videotranskript lesen
Zugunglück in Spanien. Zwischen den Ortschaften Los Yebenes und Urda kollidieren zwei Hochgeschwindigkeitszüge. Ein Zug habe einen anderen von hinten gerammt, als beide in Richtung Süden nach Andalusien unterwegs waren. Das berichten Vertreter des spanischen Verkehrsministeriums. Von einem der Züge stürzten daraufhin zwei Waggons einen Bahndamm hinunter. Videos, die in den sozialen Medien kursieren, sollen die Situation vor Ort zeigen. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte.

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Der Unfall weckt Erinnerungen an das schwere Zugunglück vom Januar dieses Jahres bei Adamuz in Andalusien. Damals entgleiste ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug und stieß mit einem entgegenkommenden Zug von Renfe zusammen. Bei dem Unglück kamen 46 Menschen ums Leben, mehr als 150 wurden verletzt.