Ärger nach Skandalderby
Türkischer Topklub attackiert TV-Sender
28.10.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Dem türkischen Fußball stehen unruhige Wochen bevor. Im Fokus stehen dabei die Geschehnisse rund um das Derby in Istanbul.
Das Skandalderby zwischen Galatasaray Istanbul und dem Stadtrivalen Fenerbahçe am Montagabend führt weiter zu einigen Diskussionen in der Türkei. Mit Beşiktaş hat sich nun ein dritter Istanbuler Klub eingeschaltet – und geht in einem Klub-Statement den übertragenen TV-Sender beIN Sports heftig an.
Worum geht es es genau? Vor einigen Wochen war Beşiktaş-Profi Dušan Vlahović im Derby gegen Fenerbahçe mit Milan Škriniar aneinandergeraten. Beide leisteten sich dabei auch Handgreiflichkeiten, was im TV deutlich zu sehen war. Und genau darin liegt das Problem für Beşiktaş Istanbul.
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In seinem Statement weist der Klub darauf hin, dass die Szene der beiden Streithähne, und gerade Vlahović, im Fokus der Kameras standen. Das Ziel laut Beşiktaş: Eine möglichst lange Sperre für den serbischen Nationalspieler zu erreichen. Bei den Ausschreitungen rund um das Derby am Montag, bei dem es nach dem Schlusspfiff zu Ausschreitungen zwischen Spielern und Betreuern kam, soll der TV-Sender dagegen nicht so genau gefilmt haben, statt Nahaufnahmen auf Weitwinkel-Einstellungen gesetzt haben.
„Werdet ihr die dutzenden Aufnahmen, die zur Verfügung stehen, vollständig an die zuständigen Behörden übergeben?“, fragte Beşiktaş in der Stellungnahme direkt an den übertragenen TV-Sender gerichtet. Auch an den türkischen Fußballverband gerichtet, sendete der Klub eine Frage und wollte wissen, ob sie den Artikel 75 zur Sammlung von Beweisen voll ausschöpfen werden.
Besiktas Istanbul will weiter kämpfen
Klar ist bisher: Beşiktaş hat bei der Staatsanwaltschaft wohl auch schon eine Strafanzeige gegen den Sender eingereicht, um auf die unterschiedlichen Übertragungen hinzuweisen. „Solange in dieser Liga kein gleicher Standard für alle Klubs gilt, werden wir keinen einzigen Schritt von unserem Kampf zurückweichen“, teilte der Verein weiter mit.
Eine Reaktion des türkischen Fußballverbandes steht noch aus. Dieses Thema wird den türkischen Fußball wohl noch etwas weiter beschäftigen.