Drama in Bremerhaven
Kapitän meldet sich nach Kreuzfahrt-Kollision
Aktualisiert am 26.10.2026 – 09:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei starkem Sturm gerät ein Kreuzfahrtschiff der deutschen Reederei Tui Cruises außer Kontrolle. Der Schreck sitzt tief – der Kapitän versucht zu beruhigen. Die Polizei äußert sich zum Hergang des Unfalls.
Ein Sturm hat in Bremerhaven zu chaotischen Szenen für Tausende Kreuzfahrtpassagiere geführt. Die „Mein Schiff 3“ von Tui Cruises kollidierte beim Auslaufen mit zwei Containerschiffen. An den drei Schiffen entstanden teils erhebliche Schäden, nach ersten Angaben wurde niemand verletzt.
Die Kreuzfahrtdirektorin des mit 2.428 Gästen und 922 Crewmitgliedern besetzten Schiffes äußerte sich nach der Kollision und versuchte, beruhigend auf die Gäste einzuwirken. Ein entsprechender Tonmitschnitt wurde vom örtlichen Sender Radio Bremerhaven verbreitet.
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Kreuzfahrt-Drama: Gäste sollen Außenbereiche verlassen
„Sie werden es gemerkt haben, wir haben eine Kollision mit einem anderen Schiff gehabt. Es ist nichts Schlimmes passiert, Sie können ganz beruhigt sein“, sagte die Direktorin. Sie kündigte an, dass „wahrscheinlich einige Arbeiten verrichtet werden“ müssten. Sie richtete die „dringende Bitte“ an die Passagiere, „aus Sicherheitsgründen nun die Außenbereiche vollkommen zu verlassen“.
Im Video | Aufnahmen zeigen Moment der Kollision
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Später meldete sich auch der Kapitän Jan Schubert zu Wort, einen Mitschnitt verbreitete der Kreuzfahrt-Experte Matthias Morr auf Facebook. Schubert bedankte sich für die Ruhe und Geduld der Gäste. Man habe bereits erste Schäden am Schiff festgestellt, diese würden eingehend geprüft. Dafür werde man sich die „notwendige Zeit“ nehmen. „Unsere Crew ist für Sie da“, sagte Schubert. Er kündigte an, sich am Montagmorgen erneut zu melden.
Auslaufverbot gegen Kreuzfahrtschiff verhängt
Die Bremer Polizei gab am Montagmorgen neue Details zu dem Unglück bekannt: Demnach wurde das Kreuzfahrtschiff auf Höhe der Stromkaje „von einer Böe erfasst und trieb auf zwei Containerschiffe zu“. An beiden Containerschiffen entstand teils erheblicher Schaden. „Die Schäden befanden sich jeweils mehrere Meter über der Wasserlinie und es kam auf keinem der Schiffe zum Wassereinbruch oder zu Personenschäden.“
Das Kreuzfahrtschiff habe die Reise Richtung Kanaren abgebrochen. Es sei ein erheblicher Sachschaden an den Rettungsbooten, den zugehörigen Kränen und an der Außenhaut entstanden. Es sei ein Auslaufverbot gegen alle drei Schiffe verhängt worden. Die weiteren Ermittlungen durch die Wasserschutzpolizei dauerten an. Für wie lange das Auslaufverbot gilt, teilte die Behörde nicht mit. Für Rückfragen von t-online war die Polizei zunächst nicht erreichbar. Tui äußerte sich noch nicht dazu, wie es für die Passagiere nun weitergehen soll.