Öffentlichkeit durfte mitbestimmen
Hagenbecks Tierpark trifft Entscheidung bei drei Leoparden-Babys
22.10.2026 – 13:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Die drei Nordchinesischen Leopardenbabys im Tierpark Hagenbeck haben ihre Namen bekommen. Bei der Entscheidung war auch die Öffentlichkeit eingebunden.
Geboren wurde sie schon Anfang August, jetzt haben die drei kleinen Nordchinesischen Leoparden im Hamburger Tierpark Hagenbeck ihre Namen bekommen: Suko, Kenji und Chen Lu heißen die beiden Jungen und das Mädchen. Bei der Namenssuche konnten neben den Tierpflegern auch die Besucher und Fans des Tierparks mitentscheiden.
Den Namen Suko hat Tierpflegerin Nele Kolb selbst vorgeschlagen. Kenji wurde unter den Einsendungen der Instagram-Follower von Hagenbeck ausgewählt. Die Zuschauer von RTL Nord durften ebenfalls Vorschläge einreichen. Ihre Wahl fiel auf Chen Lu, den Namen des kleinen Leopardenmädchens.
„Ich freue mich, dass mein Namensvorschlag ausgewählt wurde und der kleine Leopard jetzt Suko heißt“, sagt Tierpflegerin Kolb. Besonders schön sei es, dass sich so viele Menschen an der Namenssuche beteiligt hätten. Bei der Bekanntgabe der Namen waren neben Kolb auch Zootierarzt Dr. Michael Flügger und Claudia Bombis, Koordinatorin der Tierpflege, dabei.
Leopardennachwuchs ist wichtig für den Artenschutz
Für den Tierpark ist die Geburt der drei Jungtiere auch aus einem anderen Grund bedeutsam. Hagenbeck beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für bedrohte Tierarten. Das Programm koordiniert die Zucht zwischen zoologischen Einrichtungen, um langfristig gesunde und genetisch vielfältige Bestände zu erhalten.

„Es ist immer wieder schön zu erleben, wie sich die Jungtiere entwickeln und ihre Umgebung erkunden. Gleichzeitig sind die drei auch ein wichtiger Teil unserer Arbeit für den Artenschutz“, erklärt Zootierarzt Michael Flügger, der zugleich EEP-Koordinator für Nordchinesische Leoparden ist.
Besucher brauchen allerdings etwas Glück, um den Nachwuchs zu entdecken. Bei der offiziellen Namensverkündung trauten sich die drei Leoparden nicht aus ihrer Höhle. Normalerweise erkunden sie aber regelmäßig ihr Außengehege.
Wer Suko, Kenji und Chen Lu dort nicht zu Gesicht bekommt, kann sie über einen Monitor vor dem Leopardengehege beobachten. Dieser zeigt die Tiere auch dann, wenn sie sich in ihre Höhle zurückgezogen haben.