Er sollte wohl bestraft werden
24-Jähriger zu Tode geprügelt – neue Details
22.10.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Süden Hamburgs wird ein schwer verletzter Mann gefunden. Wenig später stirbt er. Nun gibt es sechs Tatverdächtige – und ein mögliches Motiv.
Sechs junge Männer sollen einen 24-Jährigen in Hamburg brutal misshandelt und anschließend seinem Schicksal überlassen haben. Der Schwerverletzte starb wenige Stunden später. Nun haben die Ermittler Haftbefehle gegen sechs Verdächtige im Alter von 19 bis 23 Jahren vollstreckt, wie die Hamburger Staatsanwaltschaft mitteilte.
Hintergrund der Tat Anfang Februar soll ein Streit um eine vermeintliche Geldforderung gewesen sein. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft t-online sagte, gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann mit der Gewalt dafür bestraft werden sollte, dass er bislang nicht gezahlt hatte. Näheres zum Hintergrund der Geldforderung wollte sie nicht mitteilen.
Im Süden von Hamburg: Auch gegen Kopf getreten
Fünf der Beschuldigten sollen den 24-Jährigen am Abend des 6. Februar in den Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg bestellt haben. Dort sollen mehrere von ihnen unvermittelt auf ihn eingeschlagen und eingetreten haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler wurde dem Mann auch gegen den Kopf getreten, als er bereits am Boden lag.
Nach der Attacke sollen die fünf Männer einen sechsten Beschuldigten kontaktiert haben. Dieser soll den bewusstlosen und schwer verletzten 24-Jährigen vom Tatort in Wilhelmsburg in den Stadtteil Eißendorf am Rande der Stadt gefahren haben. Warum, ist unklar.
Polizei: Notruf hätte Leben gerettet
Fest steht: Der 24-Jährige erhielt über Stunden keine notwendige notärztliche Hilfe, obwohl diese „wahrscheinlich dessen Leben gerettet hätte“, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
Die Beschuldigten sollen zwischenzeitlich selbst einen Bekannten des 24-Jährigen hinzugezogen haben. Dieser versuchte, den Schwerverletzten wiederzubeleben, und alarmierte gegen 1.30 Uhr den Rettungsdienst. Der 24-Jährige starb dennoch am Morgen des 7. Februar an seinen Verletzungen. Die sechs Männer stehen unter dringendem Verdacht des Totschlags durch Unterlassen. Fünf von ihnen wird zudem gemeinschaftliche Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.