„Ich hasse das“
Sport-Boss verhängt Badelatschen-Verbot
16.10.2026 – 16:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit über 20 Jahren leitet Bob Hanning die Geschicke bei den Füchsen Berlin. Dabei hat er klare Prinzipien für seine Spieler.
Der Handball-Trainer und Geschäftsführer der Füchse Berlin, Bob Hanning, hat im Podcast „Behind the Athletes“ über seine Erziehungsphilosophie gesprochen. Hanning pocht auf klare Verhaltensregeln – und erklärt dabei auch, warum er seinen Abschied bei den Füchsen plant.
Der 58-Jährige legte seine Grundsätze folgendermaßen dar: „Ich habe ganz viele alte Werte. Da müssen auch ganz viele mit leben. Bei mir geht keine Mannschaft mit Badelatschen zum Frühstück. Hört sich blöd an – ich hasse das. Bei mir haben meine Jugendspieler auch keine Ellenbogen auf dem Tisch. Und bei mir haben auch keine Jugendspieler, wenn sie in der Halle sind, Kappen auf den Kopf.“
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Bei der jüngeren Generation beobachte Hanning ein verändertes Verhalten. So kämen Eltern mit Kappen auf dem Kopf gemeinsam mit ihren Kindern in die Halle. Für deren Erziehung sehe er sich ebenso wenig verantwortlich wie für das Benehmen von Sponsoren, die etwa ihre Ellenbogen auf dem Tisch abstützten. Hanning ergänzte: „Für mich gibt es das aber nicht. Ich habe einfach Grundwerte, die mich erkennen lassen, wie ein Mensch sich verhält. Da ist mir die Schulnote im Zeugnis nicht so wichtig wie die soziale Empathie. Dieses Ins-Auge-Gucken, unfallfrei sprechen.“
Zugleich bereitet der frühere DHB-Vizepräsident den Generationswechsel bei den Füchsen Berlin vor. 2028 soll Paul Drux ihn als Geschäftsführer ablösen. Als einen Grund nannte Hanning Langeweile: „Wir haben aus meiner Sicht vermutlich die beste Mannschaft der Welt. Es ist alles gemacht.“ Zugleich kündigte er an: „Es wird keinen Bob Hanning geben, der sich in das Tagesgeschäft einmischt. Es wird keinen geben, der es dominiert.“