Ganzer Körper verbrannt
„Trainsurfing“-Unglück: Teenager stirbt in Klinik
Aktualisiert am 15.10.2026 – 12:57 UhrLesedauer: 2 Min.
In Köln wird ein Regionalzug gestoppt, nachdem Fahrgäste Schreie hören. Rettungskräfte finden einen Teenager vor – der ist nun gestorben.
Der auf dem Dach eines Regionalzuges in Köln durch Stromschläge lebensgefährlich verletzte Jugendliche ist am Mittwoch in einer Klinik gestorben. Die Kölner Polizei bestätigte entsprechende Medienberichte.
Der 14-Jährige war am Sonntagabend beim sogenannten „Trainsurfing“ auf dem Dach des Zuges mitgefahren und hatte dabei am Sonntagabend einen Stromschlag erlitten. Fahrgäste hatten Lichtblitze bemerkt und Hilfeschreie gehört.
Daraufhin war der Zug im Süden der Stadt auf freier Strecke gestoppt worden und die Strecke wurde für drei Stunden gesperrt. Der Jugendliche war nach seiner Bergung mit 80 Prozent verbrannter Haut von einem Rettungshubschrauber zu einer Klinik gebracht worden.
Wegen des Vorfalls seien der Zugfahrer und die Fahrgäste des Regionalzuges betreut worden, so die Feuerwehr in einem Facebook-Beitrag nach dem Vorfall. „Ein solcher Einsatz hinterlässt Spuren, auch bei unseren Einsatzkräften“, heißt es in dem Facebook-Beitrag weiter.
„Die Hilferufe zu hören und nicht sofort helfen zu dürfen, geht an niemandem spurlos vorbei.“ Die Feuerwehr hatte sich wegen der gefährlichen Hochspannung auf den Leitungen an der Strecke zunächst zurückhalten müssen.
Kölner Feuerwehr: „Trainsurfing ist keine Mutprobe“
Beim sogenannten „Trainsurfing“ klettern meist Jugendliche auf Straßenbahnen oder Züge, um auf dem Dach mitzufahren. Oft wird das gefährliche Unterfangen gefilmt und die Videos in den Sozialen Medien verbreitet. Die Feuerwehr stellt deshalb klar: „Trainsurfing ist keine Mutprobe und kein Content. Die Videos, die ihr im Netz seht, zeigen nur die Fälle, die ‚gut gegangen‘ sind. Die anderen sehen wir im Einsatz.“
In dem Kontext weist die Feuerwehr darauf hin, dass die Oberleitungen rund 15.000 Volt führen und nicht erst berührt werden müssen, um Stromschläge weiterzugeben. „Kein Klick, kein Like und keine Mutprobe ist euer Leben wert“, schreibt die Feuerwehr Köln abschließend.