Umfrage zeigt
Das tun Männer am häufigsten für ihre Gesundheit
Aktualisiert am 29.09.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Viele Erkrankungen lassen sich mit dem richtigen Lebensstil vermeiden oder durch Vorsorgeuntersuchungen früh erkennen. Bei Männern scheint das Interesse an der eigenen Gesundheit zu steigen, aber es besteht Verbesserungspotenzial.
Vorsorgeuntersuchungen, psychische Gesundheit, Ernährung – Männer haben den Ruf, sich weniger Gedanken um ihre Gesundheit zu machen. Doch ist das wirklich so? Die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) wollte dies mit einer Onlinebefragung durch das Marktforschungsinstitut YouGov herausfinden. Mehr als tausend Männer aus Deutschland nahmen daran teil.
Sport besonders beliebt – doch Umfrage zeigt Wissenslücken
Das Ergebnis: Etwa ein Drittel aller Männer in Deutschland fühlt sich bei Fragen zur Männergesundheit gut informiert. 42 Prozent sehen zumindest Lücken in ihrem Wissen rund um Gesundheit und Lebensstil. 19 Prozent der Teilnehmer gaben an, wenig oder gar nicht über Männergesundheit informiert zu sein.
Aber obwohl damit viele Männer Wissenslücken zur eigenen Gesundheit aufweisen, hat ein Großteil der befragten Männer (91 Prozent) bereits mindestens eine Maßnahme für die eigene Gesundheit in den Alltag integriert. Regelmäßige Bewegung führte mit 58 Prozent die Umfrageergebnisse an. Häufig wurden zudem guter Schlaf (46 Prozent) und das Achten auf die mentale Gesundheit (38 Prozent) genannt. Die Antworten zeigten demnach ein steigendes Interesse an den Themen Leistungsfähigkeit und Fitness.
Mehrheit kennt Vorsorgeangebot
Über 90 Prozent der Männer kennen die wichtigsten Krebsvorsorgeuntersuchungen (Prostata-, Darm- und Hautkrebs). Das hatte bereits im Jahr 2024 eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.007 Männern ab 35 Jahren im Auftrag der hkk Krankenkasse gezeigt. Etwas über 60 Prozent kannten auch den Check-up 35, der vor allem der Früherkennung von Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes dient. Laut Umfrage haben aber nur gut zwei Drittel der Befragten diese Untersuchungen dann auch in Anspruch genommen.
Männer wünschen sich passgenauere Informationen
In der Umfrage sei allerdings die fehlende zielgruppengerechte Ansprache von Gesundheitsinformationen bemängelt worden, erklärte die SBK. 54 Prozent gaben an, dass Gesundheitsinformationen männerspezifische Fragen ausreichend abdeckten. Besonders in den Bereichen Ernährung und Bewegung (37 Prozent), Krebsfrüherkennung (36 Prozent) und psychische Gesundheit (34 Prozent) wünschten sich die Befragten passgenauere Informationen.
Aus der Umfrage ging laut SBK zudem hervor, dass vor allem junge Männer häufig auf soziale Medien wie TikTok und Chatbots zurückgreifen, um sich über Gesundheit zu informieren. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen waren dies jeweils 48 und 40 Prozent. Ältere Männer vertrauten dagegen nach wie vor auf die direkte Auskunft durch Ärztinnen und Ärzte.