Grundsätzlich ist der Kauf von Rentenpunkten also eine Überlegung wert, wenn Sie vorhaben, vor Ihrem Regeleintrittsalter in Rente zu gehen. Auch wenn Sie weniger als fünf Jahre eingezahlt haben, sind freiwillige Beiträge sinnvoll, um überhaupt die Mindestversicherungszeit zu erreichen. Denn erst nach fünf Jahren haben Sie einen Anspruch auf gesetzliche Rente. Sie sollten sich das in jedem Fall gut überlegen und von einem Experten der Rentenversicherung durchrechnen lassen (siehe oben).
Ob sich der Kauf letztlich tatsächlich auszahlt, hängt davon ab, wie lange Sie leben. Denn klar ist: Nur wer lange genug Rente bezieht, holt die Investition während des Erwerbserlebens wieder rein. Auch steuerliche Aspekte spielen eine Rolle, da Sie Rentenbeiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben absetzen können. Dadurch haben Sie eine Steuerersparnis.
Wie viel genau lässt sich pauschal nicht sagen, die folgende Tabelle gibt aber eine Orientierung:
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Rentenbeiträge und die Steuer
Seit dem Steuerjahr 2023 können Sie 100 Prozent der Einzahlungen geltend machen, allerdings nur bis zur Höchstgrenze für Altersvorsorgeaufwendungen. Für 2026 liegt sie bei 30.826 Euro. Und da liegt der Knackpunkt: Auch die Rentenbeiträge, die automatisch von Ihrem Lohn abgehen, zählen dort mit ein.
Das heißt, wer exakt das Durchschnittsentgelt von 2026 verdient, reduziert den maximal absetzbaren Betrag bereits um rund 9.662 Euro. Denn so hoch ist der Rentenbeitrag bei einem Durchschnittsverdienst 2026. Blieben also noch 21.164,58 Euro, die Sie als Vorsorgeaufwendungen absetzen könnten (29.344 Euro – 9.661,58 Euro).
Um das Maximum auszureizen, könnten Sie also noch 2,19 Rentenpunkte dazukaufen (21.164,58 Euro / 9.661,58 Euro = 2,19).
Verdienen Sie mehr oder haben Sie weitere absetzbare Altersvorsorgeaufwendungen, bleibt noch weniger Spielraum für Steuerersparnis durch den Kauf zusätzlicher Rentenpunkte. Und: Auch der Grundfreibetrag spielt eine Rolle. Kaufen Sie so viele Rentenpunkte, dass Ihr zu versteuerndes Einkommen unter diesen Freibetrag sinkt, bringt der unterschreitende Anteil keine zusätzliche Steuerersparnis.
Wie viele Rentenpunkte bringen noch Steuerersparnis?
Wie viele Rentenpunkte Sie maximal noch bei der Steuer geltend machen können, berechnen Sie folgendermaßen:
- Verbleibender absetzbarer Betrag = Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen (aktuell: 30.826 Euro) – Bruttojahreslohn x Rentenbeitrag (aktuell: 18,6 Prozent)
- Rentenpunkte, die noch Steuerersparnis bringen = Verbleibender absetzbarer Betrag für Vorsorgeaufwendungen (Ergebnis aus Punkt 1) / Kosten eines Rentenpunkts im betreffenden Jahr (2026: 9.661,58 Euro)