Englisches Top-Team vor Gericht
Manchester City schuldig in 114 von 115 Fällen
25.09.2026 – 17:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Der lang erwartete Prozess gegen Manchester City geht in die nächste Runde. Ein unabhängiges Gericht spricht nun ein erstes Urteil.
Eine unabhängige Komission hat Manchester City in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig gesprochen. Der amtierende englische Pokalsieger stand seit 2023 vor Gericht. Vorwürfe sind mögliche Verstöße gegen das Financial Fair Play (FFP) der Uefa sowie die Rentabilitäts- und Nachhaltigkeitsregeln (PSR) der Premier League.
City wurde im Jahr 2008 von Scheich Mansour und dessen Abu Dhabi United Group erworben. Seitdem gewann der Klub mit den himmelblauen Trikots acht Premier-League-Titel, vier FA Cups, sieben Ligapokale und einmal die Champions League.
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Die Verstöße sollen im Zeitraum von 2009 bis 2018 vorgekommen sein. Obwohl die Funktionäre des Vereins immer ihre Unschuld beteuerten, wurde Manchester City 2020 von der Uefa für zwei Jahre gesperrt sowie zu einer Geldstrafe von 30 Millionen Euro verurteilt. Der Internationale Sportgerichthof Cas kippte das Urteil jedoch. Die Sperre wurde aufgehoben und die Geldstrafe deutlich verringert auf ca. 10 Millionen Euro.
Das neue Urteil bestätigt den lange gehegten Verdacht von finanziellen Verstößen der „Skyblues“. Es wurden jedoch noch keine Sanktionen ausgesprochen, von Geldstrafen über Punktabzüge bis hin zu einem Zwangsabstieg oder Wettbewerbsausschluss ist alles rechtlich möglich.
City gab in diesem Sommer ungeachtet der Anklage auf dem Transfermarkt über 450 Millionen Pfund aus. Unter anderem investierte der Scheichklub die zu diesem Zeitpunkt Rekordsumme von 125 Millionen Pfund in Weltmeister Enzo Fernandez.