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Home » So vermeiden Sie Punkte und Bußgeld
Mobilität

So vermeiden Sie Punkte und Bußgeld

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 1, 2026
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Farben und Zahlen verstehen

Diese Infos verrät Ihre TÜV-Plakette


Aktualisiert am 01.09.2026 – 09:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

HU-Plakette: Das Jahr der Fälligkeit lässt sich anhand der Farbe der Plakette und an den zwei Ziffern in der Mitte ablesen. (Quelle: IMAGO/KH)

Die bunte Plakette am Kennzeichen wird kaum beachtet – dabei steht auf ihr mehr als nur ein Datum. Wer sie richtig liest, vermeidet Bußgelder und Punkte in Flensburg.

Sie klebt auf jedem Kennzeichen, führt aber regelmäßig zu Verwirrung: die TÜV-Plakette. Wer die Farben des Kreises am Heck nicht richtig interpretiert, riskiert Bußgelder, Einschränkungen beim Versicherungsschutz und sogar Punkte in Flensburg. Dabei verrät der Aufkleber sein Geheimnis auf den ersten Blick.

So lesen Sie die TÜV-Plakette fehlerfrei

Über Bußgeld und Punkte entscheidet oft ein bunter Kreis. Wer auf das hintere Kennzeichen seines Autos blickt, sieht die runde Plakette der Hauptuntersuchung. Viele Autofahrer ignorieren diese, bis die Frist abgelaufen ist. Dabei verrät das Siegel genau, wann die nächste Prüfung ansteht. Wer die Zeichen versteht, erspart sich teuren Ärger.

Das Zifferblatt läuft gegen den Uhrzeigersinn

Die Plakette funktioniert wie eine rückwärts laufende Uhr. Die Zahlen 1 bis 12 stehen im Kreis, allerdings gegen den Uhrzeigersinn. Für den Fahrzeughalter ist allein die Zahl wichtig, die exakt auf der Zwölf-Uhr-Position ganz oben steht. Sie benennt den Monat der nächsten Untersuchung. Steht dort eine „6“, läuft die Frist im Juni ab, steht dort eine „10“, ist die Untersuchung im Oktober fällig.

Die zweistellige Zahl in der Mitte des Kreises nennt das Jahr. Eine 26 steht für das Jahr 2026 und eine 27 für das Jahr 2027.

Sechs Farben verraten das Jahr

Wer den Monat nicht sofort erkennt, kann sich an der Farbe orientieren. Die Prüfstellen nutzen dabei sechs Farben, die sich alle sechs Jahre wiederholen. Ein geschultes Auge erkennt das Jahr dadurch bereits aus der Ferne:

  • Blau steht für das Jahr 2026.
  • Gelb gilt für das Jahr 2027.
  • Braun markiert das Jahr 2028.
  • Rosa zeigt das Jahr 2029.
  • Grün gilt für das Jahr 2030.
  • Orange kommt im Jahr 2031 wieder zum Einsatz.

Die Strafen bei einer Überziehung

Wer den Termin vergisst, zahlt gestaffelte Bußgelder. In den ersten zwei Monaten der Überziehung wird beim Pkw noch kein Bußgeld verhängt. Danach steigen die Kosten: Ab dem dritten Monat fordert die Behörde 15 Euro Verwarngeld. Nach mehr als vier Monaten Verzug steigt die Strafe auf 25 Euro.

Richtig teuer wird es ab dem neunten Monat: Wer die Frist um mehr als acht Monate überschreitet, riskiert 60 Euro Strafe und einen Punkt im Zentralregister in Flensburg. Zusätzlich wird die Untersuchung selbst teurer: Die Prüforganisationen sind ab dem dritten Monat Verzug verpflichtet, eine vertiefte Hauptuntersuchung durchzuführen. Das kostet rund 20 Prozent Aufschlag auf die reguläre Gebühr. Bei einem Unfall droht zudem Ärger mit der Kfz-Versicherung, falls das Auto nicht verkehrssicher war.

Die Frist für die Reparatur

Die Marken sind nicht käuflich. Nur staatlich anerkannte Prüfstellen wie Tüv, Dekra, GTÜ oder KÜS vergeben die Siegel nach einer erfolgreichen Untersuchung. Entdecken die Prüfer erhebliche Mängel, verweigern sie die Plakette. Der Halter erhält stattdessen einen Untersuchungsbericht. Er muss die Mängel innerhalb eines Monats beheben und das Fahrzeug erneut vorführen. Wer diese Frist verstreichen lässt, muss mit einer komplett neuen, kostenpflichtigen Untersuchung rechnen.

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