Generalsanierung
Berühmtes Selbstporträt von Rembrandt verlässt Wallraf-Richartz-Museum
31.08.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 1 Min.
Das älteste Museum Kölns musste in den vergangenen Wochen komplett leer geräumt werden. Jetzt verschwand ein ganz besonders Werk in der Dunkelheit einer Kiste.
Im Kölner Wallraf-Richartz-Museum ist das letzte Gemälde vor der geplanten Generalsanierung abgehängt worden. Dabei handelt es sich um ein bedeutendes Selbstporträt von Rembrandt aus der Zeit um 1662. Nach einer kurzen Inspektion wurde das Werk in einer Transportkiste verstaut und in ein Depot gebracht.
Dort lagern bereits rund 60.000 grafische Arbeiten und mehr als 2.000 Gemälde aus dem Bestand des ältesten Museums der Stadt. Wegen der Sanierung bleibt das Wallraf-Richartz-Museum mindestens zwei Jahre geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für Ende 2028 vorgesehen. In dieser Zeit können Besucher auch das Rembrandt-Selbstporträt nicht sehen.
- Bekanntes Museum: Termin für Eröffnung verzögert sich
Wallraf-Richartz-Museum: Selbstporträt von Rembrandt verschwindet für zwei Jahre
Das Gemälde zeigt den niederländischen Maler als gebückten alten Mann mit hochgezogenen Augenbrauen und einem ungewöhnlichen Lächeln. In der Kunstgeschichte gibt es unterschiedliche Deutungen der Darstellung. Möglich ist etwa ein Bezug auf den Philosophen Demokrit oder auf den antiken Maler Zeuxis.
Mit dem Abtransport des Rembrandt-Bildes ist die Räumung der Ausstellung nun abgeschlossen. Für Köln bedeutet das: Eines der wichtigsten Kunstwerke des Museums verschwindet für mindestens zwei Jahre aus dem öffentlichen Blick.