Rundfunkbeitrag
Millionen Deutsche bekommen zum letzten Mal GEZ-Post
20.08.2026 – 14:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Wer den Rundfunkbeitrag für ARD und ZDF nicht automatisch vom Konto abbuchen lässt, wurde bisher daran erinnert. Das geschieht im August zum letzten Mal.
Der „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ (früher bekannt als Gebühreneinzugszentrale GEZ) hat mehr als vier Millionen deutschen Verbrauchern Briefe geschickt, um ein Ende des Briefverkehrs anzukündigen. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, betrifft die Änderung alle, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk keine Einzugsermächtigung erteilt haben. Bisher bekamen diese Haushalte einmal im Quartal eine Erinnerung, exakt 55,08 Euro zu überweisen. Das falle ab jetzt weg.
Der Beitragsservice wolle damit auf mehr Nachhaltigkeit setzen. Ein Sprecher sagte „Bild“: „Geplant ist die Einsparung von circa sechs Millionen Briefen jährlich.“ Um das zu erreichen, habe man bereits drei Millionen Informationsbriefe verschickt. Weitere 1,5 Millionen sollen folgen.
Haarig kann es nun für Verweigerer des Lastschriftmandats werden. Vergessen sie die Überweisung, droht jedes Mal ein Säumniszuschlag. Laut Verbraucherzentrale Brandenburg haben 29 Prozent aller Beitragszahler dem Beitragsservice bislang nicht erlaubt, automatisch abzubuchen. Man empfehle diesen Schritt aber.
Wie Sie den Termin nicht vergessen
„Die Einhaltung der Termine liegt nun in der Eigenverantwortung. Nur bei Änderungen – etwa von Beitragshöhe oder Bankverbindung – und Verzug folgt ein weiteres Schreiben“, sagt Benjamin Räther, Rechtsberater der Verbraucherzentrale Berlin.
Wer den Brief mit den Zahlungsterminen nicht erhält oder verliert, kann sich am Einzugsmonat orientieren. Die Beitragspflicht beginnt, unabhängig vom konkreten Tag, mit dem Monat des Einzugs in die erste beitragspflichtige Wohnung.