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Home » Kartenzahlung macht Bargeld im Alltag immer unpraktischer
Wirtschaft

Kartenzahlung macht Bargeld im Alltag immer unpraktischer

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 14, 2026
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Immer mehr Kartenzahlung

EZB warnt vor schleichender Verdrängung von Bargeld


Aktualisiert am 14.08.2026 – 14:26 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kasse mit Euro-Scheinen und -Münzen (Symbolbild): Die EZB warnt davor, dass Bargeld durch die zunehmende Automatisierung verdrängt werden könnte. (Quelle: loraks)

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Bargeld ist im Euroraum noch immer weitverbreitet. Doch eine Entwicklung im Handel sehen die Währungshüter der EZB besonders kritisch.

92 Prozent – das klingt zunächst beruhigend: So viele Unternehmen im Euroraum akzeptieren weiterhin Bargeld. Doch gleichzeitig rüsten immer mehr Händler, Restaurants und Hotels auf bargeldloses Bezahlen um. Diese Entwicklung betrachtet die Europäische Zentralbank (EZB) mit Sorge.

Die Währungshüter der EZB warnen vor einer schleichenden Verdrängung des Bargelds durch die zunehmende Automatisierung des Zahlungsverkehrs. Technische Entwicklungen dürften nicht dazu führen, dass Bargeld im Alltag faktisch immer schwerer nutzbar werde.

Jedes vierte Unternehmen rüstet um

In einer EZB-Umfrage gab ein Viertel der 8.205 Unternehmen aus den 21 Eurostaaten an, dass sie beispielsweise in Kassen investiert haben, die bargeldlose Zahlungen ermöglichen, oder dass sie die Anzahl der Kassen reduzieren, an denen Scheine und Münzen angenommen werden. 13 Prozent haben Selbstbedienungskassen eingeführt. Fast die Hälfte (48 Prozent) dieser Unternehmen akzeptiert an keinem der SB-Terminals Bargeld.

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Hinzu kommt: Immer mehr Geschäfte und Restaurantketten setzen auf sogenannte Bestellkioske – große digitale Bildschirme, auf denen Kundinnen und Kunden ganz in Ruhe ihre Bestellung aufgeben und mit Karte bezahlen können. In Deutschland bieten derzeit schätzungsweise 3.500 bis 4.500 Filialen Bestellkioske und rund 11.120 Geschäfte Selbstbedienungskassen an – Tendenz stark steigend.

Die EZB warnt vor unbeabsichtigten Nebenwirkungen dieser Entwicklung: „Auch wenn die meisten Unternehmen Bargeld akzeptieren und dies auch so kommunizieren, könnte die wahrgenommene Akzeptanz von Bargeld bei den Verbrauchern sinken, da die Unternehmen die Bequemlichkeit des Barzahlens eingeschränkt haben.“

Große Unterschiede zwischen Ländern

Die Umfrage zeigt zudem, dass die große Mehrheit der Unternehmen (92 Prozent), die Bargeld akzeptieren, dies auch in den kommenden fünf Jahren tun will. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Ländern: In Zypern beispielsweise können sich 51 Prozent der befragten Unternehmen vorstellen, künftig kein Bargeld mehr anzunehmen, in Griechenland sind es 23 Prozent und in Bulgarien 18 Prozent.

In Deutschland liegt dieser Anteil bei weniger als zehn Prozent. Hierzulande beteiligten sich 904 Unternehmen an der Erhebung. Die Daten wurden zwischen dem 23. Februar und dem 10. April 2026 erhoben.

Nach Ansicht der EZB müssen die zuständigen Behörden frühzeitig handeln, damit Bargeld auch in den kommenden Jahren in allen Ländern und Branchen ein attraktives und akzeptiertes Zahlungsmittel bleibt.

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Hinweistafel „cash free – cards only“ (Symbolbild): Manche Unternehmen akzeptieren nur noch Kartenzahlungen. (Quelle: Jens Kalaene/dpa/dpa-bilder)
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