„Absolute Schande“
Nach scharfer TV-Kritik von Olympiasieger – ARD entschuldigt sich
13.08.2026 – 19:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Lukas Märtens rüffelt die ARD für eine verpasste Live-Übertragung bei der Schwimm-EM. Der Sender räumt einen Fehler ein – und verspricht künftig eine andere Handhabung.
Bei der Schwimm-EM in Paris hat Johannes Liebmann als erster Deutscher überhaupt Gold über 800 Meter Freistil gewonnen – doch die ARD zeigte das Rennen weder live im TV noch im Livestream. Stattdessen schaltete der Sender zur Leichtathletik-EM nach Birmingham. Das hat Olympiasieger Lukas Märtens zu scharfer Kritik veranlasst.
Das Rennen hatte am Mittwoch während der 20-Uhr-Tagesschau stattgefunden. Danach schaltete die ARD nicht zum Schwimmen, sondern zur Leichtathletik-EM nach Birmingham. Den Wettkampf zeigte der Sender erst später.
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Märtens äußerte sich am Tag nach dem Rennen: „Dass das nicht im TV übertragen wird, ist eine absolute Schande, finde ich.“ Neben Liebmanns Gold hatte Sven Schwarz Silber geholt. Der 24-Jährige ergänzte: „Weil das hat so ein Junge verdient, das hat Sven verdient, das hat einfach der ganze Schwimmsport verdient. Und dass man dann einfach zu den Leichtathleten schaltet, obwohl da nicht so wirklich viel passiert ist gestern – fragwürdig finde ich, aber ändert sich hoffentlich.“
„Diesen Fehler bitten wir zu entschuldigen“
ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky räumte den Fehler ein: „Bei der produktionellen Planung der Livestreams von der Schwimm-EM in Paris ist uns ein Fehler unterlaufen, mit der Folge, dass die Wettbewerbe am gestrigen Abend mit der Freistil-Entscheidung über 800 Meter nicht live abgebildet wurden. Diesen Fehler bitten wir zu entschuldigen.“ Balkausky weiter: „Wir hoffen, alle Interessierten haben den Wettbewerb, den wir dann am späteren Abend gegen 21.30 Uhr in voller Länge während unserer Live-Übertragung von der Leichtathletik-EM gezeigt haben, sehen können.“
Trotz der Panne war das Zuschauerinteresse hoch. Durchschnittlich 4,08 Millionen Menschen verfolgten das Schwimmen im Fernsehen – mehr als die 3,71 Millionen, die zuvor die Leichtathletik gesehen hatten. Balkausky kündigte an: „Für unsere nächsten Sendetage, an denen wir Leichtathletik in Birmingham und Schwimmen in Paris miteinander verbinden, haben wir vorgesorgt: Sowohl am Freitag als auch am Sonntag wird es einen Livestream vom Schwimmen bis zum Ende der Wettbewerbe geben.“