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Home » Deutscher Möbelhersteller aus Niedersachsen ist insolvent
Wirtschaft

Deutscher Möbelhersteller aus Niedersachsen ist insolvent

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 12, 2026
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Deutscher Möbelhersteller aus Niedersachsen ist insolvent

Fast 270 Beschäftigte betroffen

Deutscher Möbelhersteller meldet Insolvenz an


Aktualisiert am 12.08.2026 – 03:43 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Polstermöbel der Firma Domo Collection (Archivbild): Schwache Umsätze und die Konsumzurückhaltung belasten das Geschäft. (Quelle: Domo Collection)

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Ein Polstermöbelhersteller aus Niedersachsen steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Ein Insolvenzverfahren soll die Sanierung ermöglichen.

Der deutsche Möbelhersteller Domo Collection ist insolvent. Das Unternehmen aus Hude in Niedersachsen hat wegen finanzieller Schwierigkeiten einen Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb soll dennoch zunächst weiterlaufen. Das Amtsgericht Oldenburg ordnete am 3. August die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Domo Collection GmbH an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH bestellt. Gemeinsam mit dem Unternehmen prüft er nun die Voraussetzungen für eine Fortführung des Betriebs.

Auslöser des Insolvenzantrags sind nach Angaben des Unternehmens Liquiditätsschwierigkeiten. Domo-Geschäftsführer Ulf Vietor erklärte dem Medium „Möbelmarkt.de“, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. „Vor diesem Hintergrund war der Schritt unvermeidbar.“ Auch die anhaltende Konsumzurückhaltung in Deutschland sei ein Grund, so das Unternehmen. Die Umsätze seien hinter den Erwartungen geblieben. Hinzu komme das für das Unternehmen ohnehin schwächere Sommergeschäft. Anders als in den vergangenen Jahren sei es diesmal nicht gelungen, die saisonal niedrigeren Einnahmen durch eine Saisonlinie auszugleichen.

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Möbelhersteller Domo ist insolvent: Betrieb soll weitergehen

Mit dem Insolvenzverfahren soll eine Sanierung des Polstermöbelherstellers ermöglicht werden. Domo Collection beschäftigt in Deutschland 24 Mitarbeiter. Ihre Löhne und Gehälter sind nach Unternehmensangaben bis Ende September durch das Insolvenzgeld abgesichert. Die Beschäftigten wurden bereits bei einer Mitarbeiterversammlung über die Situation informiert.

Von der Krise betroffen ist auch die Produktion in Polen. Die Möbel von Domo Collection werden dort von der Tochtergesellschaft Oflor Sp. z o.o. in Psarskie gefertigt. Auch für diese Gesellschaft wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Oldenburg bestellte Kaufmann am 6. August ebenfalls dort zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Bei dem polnischen Tochterunternehmen arbeiten rund 245 Menschen. Sie wurden nach Angaben von Pluta ebenfalls vor Ort über die Lage informiert. Auch die Produktion in Polen soll zunächst weitergeführt werden.

In den kommenden Wochen wollen die Verantwortlichen insbesondere die Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern, unter anderem Amazon, Kaufland, Tchibo und Otto, sichern sowie den Produktionsbetrieb stabilisieren.

Insolvenzverwalter Kaufmann erklärte, das oberste Ziel sei es jetzt, den Geschäftsbetrieb stabil fortzuführen und die Aufträge zuverlässig zu erfüllen. „Dafür führen wir intensive Gespräche mit allen wichtigen Geschäftspartnern.“ Im nächsten Schritt werde das Unternehmen die Sanierungsoptionen sorgfältig prüfen und „gezielt Investoren ansprechen, um den Fortbestand des Betriebs zu ermöglichen“.

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