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Home » Georg Restle postet Israel-Verschwörung – Wirbel und Beschwerde
Unterhaltung

Georg Restle postet Israel-Verschwörung – Wirbel und Beschwerde

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 9, 2026
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Georg Restle postet Israel-Verschwörung – Wirbel und Beschwerde

Rundfunkratbeschwerde gegen Georg Restle

ARD-Journalist gerät nach Israel-Äußerung in die Kritik


09.08.2026 – 14:20 UhrLesedauer: 3 Min.

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Georg Restle: Der einstige „Monitor“-Moderator und heutige Leiter des ARD-Studios in Nairobi ist wegen eines Tweets über Israel in die Kritik geraten. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)

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Georg Restle leitet seit zwei Monaten das ARD-Studio in Nairobi. Jetzt löst ein Tweet des WDR-Journalisten Diskussionen aus. Doch sein Sender stellt sich hinter ihn.

Der ehemalige „Monitor“-Moderator Georg Restle hat seit Juni 2026 einen neuen Chefposten in der ARD übernommen: Der 61-Jährige leitet das crossmediale Studio in Nairobi und soll dort „die Berichterstattung aus afrikanischen Ländern in der ARD“ stärken. Dies wird er trotz einer Kontroverse um ihn weiterhin machen dürfen, wie der WDR auf Anfrage mitteilte. „An der persönlichen Integrität von Georg Restle besteht für den WDR keinerlei Zweifel“, schreibt eine Sendersprecherin am Sonntag t-online.

Der WDR-Journalist hatte mit einem Tweet auf X Wirbel ausgelöst. In dem auf Englisch verfassten Beitrag zitierte Restle aus einem Artikel der US-Wochenzeitschrift „The Nation“. Darin heißt es, die Ereignisse in der spanischen Exklave Ceuta seien „weder eine genuine humanitäre Krise noch Teil eines antikolonialen Kampfes, sondern Teil der Bemühungen des erstarkenden US-israelisch-marokkanischen Bündnisses (…), eine progressive europäische Regierung zu schwächen, Europa zu spalten und das Völkerrecht zu untergraben.“

Damit bezog sich Restle auf die Ereignisse rund um den Massenansturm von Migranten auf die Stadt Ceuta. Auch der arabische Nachrichtensender Al Jazeera hatte die Theorie aufgegriffen, dass Israel als treibende Kraft hinter den Ereignissen stehen könnte, versah seinen Artikel dazu aber mit einem Fragezeichen. „The Nation“ arbeitete in der Unterzeile ebenfalls mit einem Fragezeichen. Restle hingegen nicht – und das, obwohl es für die Behauptung keinerlei Belege gibt.

Damit zog Restle viel Kritik auf sich. Das Rundfunkratsmitglied Felix Schotland, der zugleich als Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln fungiert, hat beim WDR Beschwerde eingereicht. Die „Jüdische Allgemeine“ dokumentierte das Schreiben. Darin wirft Schotland Restle vor, „weitreichende politische Behauptungen ohne nachvollziehbare Einordnung oder erkennbare Distanzierung“ verbreitet zu haben.

„Der WDR wird seine Mitarbeitende sensibilisieren“

Weiter heißt es in der Beschwerde: „Besonders irritiert mich, dass ein führender Journalist des WDR einen Beitrag mit einer derart zugespitzten Darstellung veröffentlicht, der den Eindruck erweckt, geopolitische Entwicklungen würden durch ein konspiratives Netzwerk gesteuert. Unabhängig davon, ob Herr Restle dies als persönliche Meinungsäußerung versteht, wird er von der Öffentlichkeit als Repräsentant des WDR wahrgenommen.“

Besonders diesen Punkt scheint auch Restles Arbeitgeber kritisch zu sehen – und verweist in der Antwort an t-online auf das Spannungsverhältnis zwischen privatem X-Account und beruflicher Verantwortung. „Der WDR wird seine Mitarbeitenden in der Folge erneut sensibilisieren, auch auf ihren privaten Social-Media-Accounts stets mit der nötigen journalistischen Sorgfalt zu agieren“, heißt es vom Sender.

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