Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen
Ukrainisches Flugzeug hatte wohl Munition geladen
Aktualisiert am 06.08.2026 – 13:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Drohnenfund in Leipzig rückt ein mögliches Ziel in den Fokus: ein Antonow-Frachtflugzeug aus der Ukraine. Laut einem Bericht trug die Maschine eine explosive Ladung in sich.
Der mutmaßliche Anschlagsversuch mit einer Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hätte offenbar folgenreicher ausfallen können als bisher bekannt. Das mögliche Ziel des Anschlags, ein ukrainisches Antonow-Transportflugzeug, war laut einem Medienbericht mit militärischer Munition beladen. Das schreiben die „Süddeutsche Zeitung“ sowie NDR und WDR unter Berufung auf einen vertraulichen Polizeibericht. Die Drohne wurde nahe dem Flugzeug gefunden.
Dem Bericht zufolge war die Maschine kurz zuvor in Leipzig/Halle gelandet. Die Ladung soll für den Weitertransport vorgesehen gewesen sein. Der Flughafen in Sachsen gilt als wichtiges Drehkreuz für die militärische Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland. Auch militärische Transporte der Nato laufen über Leipzig/Halle.
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Suche nach möglichem zweiten Objekt dauert an
In der Nacht zum Mittwoch wurde die Drohne mit Sprengladung von einem Flughafenmitarbeiter im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs entdeckt. Experten der Bundespolizei entschärften die Sprengladung. Berichten zufolge befanden sich in der Nähe vier ukrainische Flugzeuge. Der Flugverkehr wurde nach dem Fund zwischenzeitlich eingestellt, mehrere Maschinen wurden umgeleitet.
Die Ermittlungen dauern derweil weiter an. Dabei steht am Donnerstag die Suche nach einem zweiten verdächtigen Objekt im Fokus. Ein DHL-Flugzeug, das wegen der Sperrung des Flughafens am Mittwoch wieder durchstarten musste und Richtung Hannover flog, stieß nahe Leipzig mit einem weiteren Flugobjekt zusammen.
In direkter Nähe der „Nordpiste“ genannten nördlichen Landebahn standen am Donnerstag zwischenzeitlich etwa 20 Einsatzwagen der Polizei, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur beobachtete. Die „Nordpiste“ blieb zunächst auch für Flugverkehr gesperrt.
Die Polizeifahrzeuge fuhren laut dpa später zurück in einen Bereich am Rande des Flughafens, wo sie bereits am Morgen abgewartet hatten. Seit dem Morgen starten und landen die Flugzeuge den Beobachtungen zufolge auf der sogenannten Südpiste, die gestern noch gesperrt war.











