Kennen Sie es schon?
Das ist das „Brot des Jahres“
05.08.2026 – 07:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschland hat über 3.000 Brotspezialitäten – und eine davon sticht 2026 besonders hervor.
Deutschland gilt als Brotnation. So ist es nicht verwunderlich, dass das Deutsche Brotinstitut jedes Jahr ein „Brot des Jahres“ kürt. In diesem Jahr trägt Roggenbrot diesen Titel.
Laut der Jury überzeugt die Backspezialität durch ihre geschmackliche Vielfalt und ihren gesundheitlichen Nutzen. Besonders als Vollkornvariante liefere Roggenbrot komplexe Kohlenhydrate, pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe. Letztere fördern die Verdauung, machen länger satt und verhindern Blutzuckerspitzen.
Auch für Landwirte ist der Anbau von Roggen gut. Denn das Getreide ist wesentlich trockentoleranter als Weizen. Es hat einen geringeren Wasserbedarf und tief reichende Wurzeln, weshalb die Pflanze auch aus unteren Erdschichten Feuchtigkeit ziehen kann. In trockenen Jahren müssen Landwirte beim Roggen mit weniger Ernteausfällen rechnen als bei anderen Getreidesorten.
Ist Roggenbrot wirklich gesund?
Im Vergleich zu Toastbrot ja. Roggenbrot enthält rund sechs bis sieben Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm, Toastbrot hingegen nur zwei Gramm. Mit rund 195 bis 210 Kilokalorien pro 100 Gramm hat Roggenbrot zudem weniger Kilokalorien als Toastbrot. Das kommt auf etwa 250 Kilokalorien pro 100 Gramm. Dazu enthält Roggenbrot weniger Fett und mehr Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink.
Allerdings ist Roggenbrot nicht für jeden gesund. Wer an Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit leidet, sollte darauf verzichten. Ebenso Personen, die empfindlich auf Ballaststoffe reagieren.
Das Brot des Jahres
Das „Brot des Jahres“ wird seit 2017 vom Deutschen Brotinstitut ernannt. Dadurch sollen Verbraucher mehr über verschiedene Brotsorten erfahren und auch mal zu einer anderen Backspezialität greifen. Denn Statistiken zufolge zählen Toastbrot und Weizenbrot weiterhin zu den beliebtesten Brotsorten.
Info
In der Statistik werden Toastbrot und Weizenbrot separat aufgeführt.
Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, wie breit die Auswahl ist: 2025 wurde Nussbrot zum „Brot des Jahres“ gewählt. Davor waren es Weizenvollkornbrot (2024) und Kürbiskernbrot (2023). 2020 wurde bereits Roggen-Vollkornbrot zum Brot des Jahres gekürt.
Über 3.000 Brotspezialitäten
In Deutschland gibt es über 3.000 Brotspezialitäten. Neben Klassikern wie Weizenbrot, Mischbrot oder Schwarzbrot gibt es auch eher unbekannte Sorten wie Apfel-Ingwer-Brot, Birnenbrot, Kohl-Speckbrot oder Honig-Haselnuss-Brot. Sie sind alle im Deutschen Brotregister eingetragen.
Und: Die deutsche Brotvielfalt wurde von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe ernannt.











