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Home » 1.300 Jahre alter Goldschatz aus Schiffswrack geborgen
Panorama

1.300 Jahre alter Goldschatz aus Schiffswrack geborgen

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 4, 2026
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1.300 Jahre alter Goldschatz aus Schiffswrack geborgen

Mehr als 1.300 Jahre alt

Taucher entdecken Goldschatz in Kroatien


04.08.2026 – 00:40 UhrLesedauer: 2 Min.

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Unterwasserarchäologen untersuchen das byzantinische Wrack vor der Insel Mljet. (Quelle: Hrvatski restauratorski zavod)

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Forscher haben in Kroatien vor der Insel Mljet ein byzantinisches Schiffswrack untersucht. Dabei sind sie auf einen bedeutenden Goldschatz gestoßen.

Unterwasserarchäologen des kroatischen Instituts für Konservierung erforschen das byzantinische Schiffswrack vor der Insel Mljet bereits seit 2015. Ende Juli haben sie ihren bislang bedeutendsten Fund vermeldet: vier goldene Gürtelgarnituren, darunter Schnallen, verziert mit Rubinen, Smaragden und Perlen. Dazu Goldmünzen aus der Zeit von vier Kaisern der Heraklios-Dynastie sowie einen Siegelring mit kaiserlichem Bildnis.

Der Ring gehörte den Forschern zufolge einer Person aus den höchsten Staats- oder Militärkreisen, die befugt war, die Dokumente des Kaisers zu beglaubigen. Womöglich sei er ein diplomatisches Geschenk oder ein persönliches Schmuckstück eines hohen byzantinischen Beamten gewesen. Er untersteiche den Status der Passagiere, die an Bord des Schiffes gewesen seien. Neben Luxusgütern habe das Schiff eine reiche Handelsladung transportiert, darunter Amphoren, Handelswaagen und Keramikgefäße. Auch Spielsteine aus Elfenbein entdeckte das Team.

Kostbarer Fund im Mittelmeer: Gürtelgarnituren und Münzen aus Gold.Vergrößern des Bildes
Kostbarer Fund im Mittelmeer: Gürtelgarnituren und Münzen aus Gold. (Quelle: Hrvatski restauratorski zavod)
Gefunden wurden auch Keramikgefäße und Amphoren.Vergrößern des Bildes
Gefunden wurden auch Keramikgefäße und Amphoren. (Quelle: Hrvatski restauratorski zavod)

„Das bedeutendste Schiffswrack dieser Epoche“

„Für mich ist es das bedeutendste Schiffswrack dieser Epoche“, wird Justin Leidwanger, Archäologe an der Stanford University, der Teil der Forschungen ist, von GEO zitiert. Aus dieser Zeit seien nur sehr wenige Wracks bekannt, keines davon sei bisher vollständig ausgegraben oder untersucht worden.

Solche Entdeckungen seien bislang noch nie zuvor auf dem Grund des Mittelmeers gemacht worden, hieß es in einer Mitteilung des kroatischen Instituts. „Das ist eine beeindruckende Menge Gold. Die größte, die je bei einem Schiffswrack im Mittelmeer gefunden wurde“, sagte Forschungsleiter Igor Miholjek. Nach der Reinigung und Restaurierung bringe der Goldschmuck mehr als 600 Gramm auf die Waage.

Die Münzen datieren das Wrack auf das siebte oder achte Jahrhundert nach Christus. Zu dieser Zeit verband die Küste der heutigen kroatischen Adria das damalige Machtzentrum Konstantinopel, das heutige Istanbul, mit dem Rest des Reiches. Die Insel Mljet liegt an der bedeutenden Schifffahrtsroute, die das östliche und westliche Mittelmeer seit Jahrhunderten miteinander verbindet. Experten gehen davon aus, dass das Schiff auf der Suche nach Schutz in der Bucht von Polače sank. Diese diente dank des spätantiken Palastes und ihrer geschützten Lage seit Jahrhunderten als sicherer Hafen bei schlechtem Wetter.

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