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Sport

Uefa erhöht Druck und droht mit rechtlichen Schritten

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 3, 2026
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Uefa erhöht Druck und droht mit rechtlichen Schritten

Wirbel um Beweise

Uefa schickt Infantino brisantes Schreiben und erhöht Druck

03.08.2026 – 19:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Gianni Infantino: Der Druck auf den Fifa-Präsidenten nimmt zu. (Quelle: Mike Blake/reuters)

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Die Macht von Fifa-Boss Gianni Infantino scheint zu bröckeln. Die Uefa appelliert in einem Schreiben nicht nur an den Schweizer, sondern auch an Technologieinvestor Joshua Kushner.

Nach dem krachend gescheiterten Investorendeal von Gianni Infantino hat Europa den Druck auf den angezählten Fifa-Boss erhöht und dem Weltverbandspräsidenten mit rechtlichen Schritten gedroht. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) erhebt in einem Schreiben an den Spitzenfunktionär den schweren Verdacht, der Schweizer sowie Geschäftspartner könnten Beweise vernichten wollen. Und die ersten Nationalverbände aus Europa entziehen Infantino wieder ihre Unterstützung für eine erneute Fifa-Kandidatur, die im kommenden Jahr in Marokko eigentlich ihre Krönung finden sollte.

Die Uefa weitet den Widerstand gegen den Fifa-Präsidenten aus. Das Ziel ist ziemlich deutlich: Infantino soll aus seinem mächtigen Amt verschwinden. Wie der „Telegraph“ und die „Financial Times“ berichten, hat der europäische Dachverband den Weltverbandspräsidenten aufgefordert, sämtliches Material im Zusammenhang mit dem zurückgezogenen Investorenvorhaben nicht zu vernichten. Entsprechende Appelle gingen demnach unter anderem auch an Technologieinvestor Joshua Kushner. Der Deutschen Presse-Agentur wurde bestätigt, dass ein Schreiben zur Sicherung von Beweismitteln versandt wurde.

  • Wirbel um angebliches Telefonat: Infantino sucht wohl Hilfe bei US-Regierung
  • Andere ziehen nach: Verband kündigt Nicht-Wahl von Infantino an

„Die Uefa teilt hiermit förmlich mit, dass sie aktiv die Einleitung rechtlicher Schritte, eines Schiedsverfahrens und/oder Beschwerden bei den zuständigen Aufsichtsbehörden (zusammen die ‚Verfahren‘) prüft. Diese beziehen sich auf den von der Fifa vorgeschlagenen FFE-Plan sowie auf alle damit in Zusammenhang stehenden Angelegenheiten, die nachstehend näher erläutert werden“, zitiert der „Telegraph“ aus dem Uefa-Schreiben.

Uefa fordert „alle erforderlichen Maßnahmen“

Infantino wollte Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Geldgeber hätten rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen Fifa Forward Enterprise (FFE) erwerben können, dessen Wert zunächst mit 20 Milliarden Dollar beziffert war.

Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den Fifa-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM gebündelt. Technologieinvestor Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.

Die Uefa, die als großer Gegenspieler der Fifa auftritt, wähnt bei dem am massiven Widerstand der Verbände und der Öffentlichkeit gescheiterten Hinterzimmerdeal Unregelmäßigkeiten. „Sie und die Fifa sind verpflichtet, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sämtliche in diesem Schreiben bezeichneten Dokumente und elektronisch gespeicherten Informationen zu identifizieren, aufzufinden und zu sichern, die sich in Ihrem oder im Besitz, Gewahrsam oder unter der Kontrolle der Fifa befinden“, beschied die Europäische Fußball-Union energisch.

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