Das müssen Halter jetzt tun
Blendgefahr: Rückruf bei Ford
30.07.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei mehreren Ford-Modellen kann sich das Fernlicht während der Fahrt unbeabsichtigt ein- oder ausschalten. Betroffen sind mehr als 4.000 Fahrzeuge in Deutschland.
Wer nachts unterwegs ist, verlässt sich darauf, dass das Fernlicht nur dann leuchtet, wenn es soll. Vor allem bei einer Fernlicht-Automatik sollte dies der Fall sein. Bei mehreren aktuellen Ford-Modellen ist das möglicherweise nicht gewährleistet, die Technik könnte ein Eigenleben entwickeln. Der Hersteller ruft deshalb bundesweit 4.155 Fahrzeuge zurück. Andere Verkehrsteilnehmer könnten durch plötzlich aktiviertes Fernlicht geblendet werden.
Betroffen sind die Modelle Kuga, Transit, Transit Custom, Transit Courier und Mustang Mach-E, die zwischen dem 25. Juni 2025 und dem 15. Mai 2026 gebaut wurden. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) liegt die Ursache in einer Fehlfunktion des Fahrerassistenz-Steuergeräts.
Weltweit umfasst die Rückrufaktion 63.110 Fahrzeuge. Dem KBA sind bislang weder Sach- noch Personenschäden bekannt. In der Werkstatt wird die Software des Frontkamera-Moduls (IPMA) aktualisiert. Mit dem Update soll die Fernlichtsteuerung wieder ordnungsgemäß funktionieren. Der Rückruf wird vom KBA überwacht und trägt die Referenznummer 16753R. Bei Rückfragen können sich Halter unter Angabe des Herstellercodes 26C23 an Ford oder einen Vertragspartner wenden.
Rückrufe sind längst keine Ausnahme mehr
Solche Aktionen gehören inzwischen zum Alltag der Autobranche. Nach einer Auswertung des ADAC gab es 2024 in Deutschland 532 Fahrzeugrückrufe. Das waren rund 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch deutlicher fiel die Zahl der betroffenen Fahrzeuge aus: Mehr als vier Millionen Autos mussten wegen möglicher Mängel überprüft oder nachgebessert werden – so viele wie nie zuvor.
Als Gründe nennt der ADAC die zunehmende technische Komplexität moderner Fahrzeuge und die wachsende Modellvielfalt. Neben klassischen Sicherheitsmängeln führen heute auch Softwarefehler oder Qualitätsprobleme immer häufiger zu Rückrufen.
Wer ein betroffenes Fahrzeug besitzt, sollte den Werkstatttermin zeitnah vereinbaren. Die Kosten für Material und Arbeitszeit übernimmt der Hersteller.











