DWD ruft amtliche Wetterwarnungen aus
Die Meteorologen mahnen: „Bei diesen Windgeschwindigkeiten können Bäume entwurzelt und größere Gegenstände durch die Luft gewirbelt werden. Bei einem Aufenthalt im Freien besteht dann Lebensgefahr!“ Auch der ehemalige ARD-Wettermoderator Jörg Kachelmann zeigt sich alarmiert. Auf der Plattform X schreibt der Meteorologe: „Die Sturmfront ist ein potenzieller Killer, weil viele Leute wegen der Hitze draußen und unter Bäumen sein werden.“ Der Experte warnt: „Es ist keine Zeit, wenn Sie auf den aufkommenden Wind reagieren wollen, es geht zu schnell von 0 auf 100. Sie müssen vorher von Bäumen und allen rumfliegenden Gegenständen weg sein, bevor die Böenfront bei Ihnen ankommt.“
Auch Hagel und Starkregen sind laut den Prognosen ein Thema. Der DWD hat bereits amtliche Warnungen wegen Sturmböen für weite Teile des Landes. Für einen Streifen bis nördlich von Berlin gilt eine sogenannte Vorabinformation Unwetter. Diese soll „die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen“, heißt es. Die Wetterwarnungen sollten den ganzen Tag über verfolgt werden.
Wetter in Deutschland: Prognosen für das Wochenende
Auch am Freitag entspannt sich das Wetter in Deutschland laut den Prognosen weiterhin nicht. Erneut sind in einem Streifen vom Südwesten über die Landesmitte bis in den Osten teils kräftige Schauer und Gewitter zu erwarten. Im Südosten sind dazu noch einmal bis zu 38 Grad möglich.
Am Samstag ziehen die Schauer und Gewitter ostwärts ab, auch die Temperaturen normalisieren sich auf 26 bis 32 Grad, im Norden bis 24 Grad. Auch der Sonntag bleibt meist heiter, nur im Alpenraum drohen erneut Gewitter. Im Süden hält die Hitzewelle mit bis zu 34 Grad weiter an.
Die Hitze dürfte insbesondere für alte und kranke Menschen zu einer großen Gefahr werden. In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutschlandweit bereits fast 10.000 Menschen wegen hoher Temperaturen gestorben, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es demnach 2018 – damals waren es im gesamten Jahr rund 9.000.










