Hartwin-Sichtung in Flensburger Förde
Buckelwal schwimmt „in Richtung Innenstadt“
24.07.2026 – 13:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Passanten melden einen großen Wal, der nach Flensburg schwimmt. Das schleswig-holsteinische Umweltministerium ist alarmiert.
Am Freitagmorgen haben mehrere Augenzeugen einen großen Wal in der Flensburger Förde gesichtet. Berichten zufolge tauchte das Tier in der Innenförde wiederholt an der Wasseroberfläche auf und war zeitweise deutlich vom Ufer aus zu erkennen. Auch die Wasserschutzpolizei Flensburg sei inzwischen im Einsatz, hieß es.
Das schleswig-holsteinische Umweltministerium bestätigte die Sichtung. Demnach sei der Wal zunächst „in Richtung Innenstadt“ von Flensburg geschwommen. Wie eine Ministeriumssprecherin t-online sagte, sei das Tier dann aber umgekehrt. Um 10.06 Uhr sei es auf dem Weg in Richtung Glücksburg gewesen.
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Das Ministerium geht davon aus, dass es sich bei dem Wal um das Tier handelt, das zuletzt in der Kieler Förde gesichtet worden war. Bei diesem Tier handelt es sich um einen Buckelwal, der Hartwin genannt wird.
„Da gibt es keine Chance. Er wird sterben“
Experten verfolgen den Weg dieses Wals schon länger – und glauben nicht, dass Menschen noch viel für ihn tun könnten. Der Walexperte Heiko Buch-Illing schätzt die Überlebenschancen als äußerst gering ein. Der Buckelwal bewege sich auffällig langsam, das deute darauf hin, dass er bereits stark geschwächt sei, sagte Buch-Illing bereits Anfang Juli der Nachrichtensendung „Newstime“. Auch die helle Haut zeige, dass es dem Tier nicht gut gehe. „Da gibt es keine Chance. Er wird sterben“, sagte der Experte.

Der Buckelwal sei offensichtlich auf der Suche nach seichten Gewässern, in denen er nicht die Kraft aufbringen müsse, zum Atmen an die Wasseroberfläche zu kommen. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis er strande. Demnach sucht das Tier offenbar einen Ort, an dem es in Ruhe sterben kann.
Schleswig-Holstein hat nach Timmy Meldekette installiert
Für den Fall einer Strandung vor Schleswig-Holstein soll eine Meldekette greifen, die das Bundesland nach den Erfahrungen mit dem Timmy genannten Wal eingerichtet hat. Dann werde das Gebiet um den Wal zunächst abgesperrt, sagte die Ministeriumssprecherin. Dies diene auch zum Schutz der Menschen: „Gestrandete Wale können Krankheiten übertragen“, erklärte die Sprecherin.
Wie bei einer Walstrandung nach der ersten Absicherung weiter vorgegangen wird, sei von Fall zu Fall zu entscheiden, sagte die Ministeriumssprecherin weiter. „Wichtig ist, den Wal möglichst nicht zu stören und bei Sichtungen größtmöglichen Abstand zu halten“, erklärte das Ministerium.










