Architekturikone der DDR
Ost-Berlins Chefarchitekt Roland Korn ist tot
23.07.2026 – 20:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Hotel Park Inn, Haus des Reisens, Staatsratsgebäude: Korn schuf Bauten, die das Stadtbild bis heute prägen. Nun ist er tot.
Roland Korn, von 1973 bis 1989 Chefarchitekt von Ost-Berlin, ist gestorben. Er wurde 96 Jahre alt. Sein Sohn Thomas Korn bestätigte der „Berliner Zeitung“ den Tod.
Korn zählte zu den prägenden Architekten der DDR-Ära. Er entwarf das Haus des Reisens am Alexanderplatz, das dortige Hotelhochhaus – früher Hotel Stadt Berlin, heute Hotel Park Inn – sowie das frühere Staatsratsgebäude der DDR, das inzwischen als Hochschule genutzt wird.
Korn kritisierte Entwicklung am Alexanderplatz
Korn wurde 1930 im thüringischen Saalfeld geboren. Nach seiner Zeit als Chefarchitekt lehnte er nach Angaben seines Sohnes eine angebotene Archivstelle des Senats ab und machte sich selbstständig. Zuletzt lebte er im thüringischen Gera.
In einem früheren Gespräch mit der „Berliner Zeitung“ hatte Korn die Entwicklung am Alexanderplatz kritisch bewertet. Es sei zwar klar, dass sich Dinge veränderten – aber es sei nichts abgestimmt mit dem Vorhandenen: „Da klatscht jeder Investor etwas hin, wie es ihm gerade passt.“











