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Home » DB-Alkoholverbot an Bahnhöfen: Verbände stellen weitere Forderungen
Mobilität

DB-Alkoholverbot an Bahnhöfen: Verbände stellen weitere Forderungen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 21, 2026
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DB-Alkoholverbot an Bahnhöfen: Verbände stellen weitere Forderungen

Reaktionen auf Bahn-Pläne

„Ein Alkoholverbot ist nur konsequent“

21.07.2026 – 11:56 UhrLesedauer: 3 Min.

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Gibt es Streit, ist oft Alkohol im Spiel. (Archivbild) (Quelle: picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa/dpa-bilder)

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Kein Konsum mehr von Bier, Schnaps oder Wein an Bahnsteigen? Verbände sehen darin einen sinnvollen Schritt – sehen aber auch Grenzen der Regelungen.

Das geplante Alkoholverbot an Bahnhöfen stößt bei Polizei- und Fahrgastverbänden auf Zustimmung. Bahnchefin Evelyn Palla hatte angekündigt, den Konsum alkoholischer Getränke an allen rund 5.400 Bahnhöfen in Deutschland verbieten zu wollen. Hintergrund dieser Entscheidung ist ein Vorfall, bei dem ein Streit um die Ticketkontrolle eines alkoholisierten Fahrgastes eskalierte. Dabei stürzte ein 26 Jahre alter Mitarbeiter der DB-Sicherheit aus einem Regionalzug und wurde lebensgefährlich verletzt.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll die Regelung bis zum 15. Oktober umgesetzt werden. Sie soll Bahnsteige und Bahnhofshallen betreffen. Der Ausschank in der Bahnhofsgastronomie sowie das Mitführen originalverschlossener alkoholischer Getränke bleiben demnach erlaubt.

  • Geplantes Alkoholverbot an Bahnhöfen: Was Reisende noch dürfen

GdP will Verbot auch in Zügen

Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt die Pläne grundsätzlich. Angesichts der Gewalttaten sei ein Alkoholverbot „gerechtfertigt“, sagte Alexander Poitz, stellvertretender Bundesvorsitzender der GdP, den Sendern RTL und ntv.

Alexander Poitz - GdPVergrößern des Bildes
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Alexander Poitz: Er fodert ein Alkoholverbot auch in Zügen. (Quelle: Katharina Kausche/dpa/dpa-bilder)

Nach Ansicht der Gewerkschaft sollte die Regelung allerdings nicht an der Bahnsteigkante enden. Sie müsse auch in den Zügen gelten. Zugleich bezweifelt Poitz, dass sich ein umfassendes Verbot mit dem vorhandenen Personal konsequent kontrollieren lässt. „Ich glaube, konsequent zu kontrollieren und eine hundertprozentige Entfernung des Alkohols von Bahnhöfen und Zügen wird nicht möglich sein“, sagte Poitz.

Nach den bisherigen Plänen sollen die DB-Sicherheitskräfte und die Bundespolizei die Einhaltung des Verbots überwachen. Bei Verstößen drohen Platzverweise und Hausverbote.

Allianz pro Schiene fordert härtere Strafen

Auch die Allianz pro Schiene unterstützt das Vorhaben. Geschäftsführer Dirk Flege sagte auf Anfrage von t-online: „Wir müssen alles dafür tun, um Personal in Zügen und an Bahnhöfen besser zu schützen. Das von der Deutschen Bahn angekündigte Alkoholkonsumverbot an allen Bahnhöfen begrüßen wir ausdrücklich.“

Allianz pro Schiene - Dirk FlegeVergrößern des Bildes
Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege: Er sieht den Bund in der Pflicht, das Personal besser zu schützen. (Quelle: Monika Skolimowska/dpa/dpa-bilder)

Der Verband fordert darüber hinaus härtere Strafen für Angriffe auf Bahnbeschäftigte. Sie sollten im Strafrecht in den Kreis der Menschen aufgenommen werden, die eine dem Gemeinwohl dienende Tätigkeit ausüben. Konkret geht es um den geplanten Paragrafen 116 StGB-E. Nach Ansicht der Allianz pro Schiene sollten Bahnbeschäftigte ebenso wie Polizei und Feuerwehr in dessen Schutzbereich fallen. „Hier ist der Bund gefragt, dies bei der ohnehin geplanten Änderung des Strafrechts zu berücksichtigen“, sagte Flege.

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