21-Jähriger muss in Psychiatrie
Syrer geht mit Axt auf ICE-Passagiere los – Urteil
20.07.2026 – 13:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein junger Mann greift in einem ICE Fahrgäste mit Axt und Hammer an. Staatsanwalt, Nebenklagevertreter und Verteidiger wollen den 21-Jährigen in der Psychiatrie sehen.
Der Axt-Angreifer aus dem ICE zwischen Obertraubling und Passau bleibt in der Psychiatrie. Am Montag ordnete das Gericht die Unterbringung des heute 21-Jährigen an. Der Syrer sei aufgrund einer Erkrankung schuldunfähig, sagte die Vorsitzende Richterin nach der Urteilsverkündung vor dem Landgericht Regensburg.
Mohamad A. hatte am 3. Juli 2025 mehrere Fahrgäste in einem ICE-Zugabteil angegriffen. Er war in Nürnberg mit einer Axt und einem Zimmermannshammer in den ICE 91 eingestiegen. Im Zug traf er auf eine ihm unbekannte syrische Familie. Laut Anklage sprach er zunächst den 25 Jahre alten Sohn der Familie an. Dann beobachtete der bewaffnete A. die Familie, in der Antragsschrift ist von einem „feindseligen Blick“ die Rede.
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Als die Mutter darum bat, die Polizei zu verständigen, und ein anderer Fahrgast die Beamten rief, griff A. mit der Axt an: Er verletzte den Fahrgast, der den Notruf gewählt hatte, mit einem Hieb am Kopf und brach dem Mann unter anderem das Stirnbein.

Dann ging A. laut Anklage auf den 25 Jahre alten Sohn der syrischen Familie los und versuchte, diesen mit Axtschlägen gegen den Kopf zu töten. Die Mutter warf sich dazwischen und wurde zweimal am Kopf getroffen, bevor der 25-jährige Sohn den Angreifer stoppen konnte. Seine Mutter erlitt eine schwere Schädelfraktur.
Der ICE kam bei Straßkirchen (Landkreis Straubing-Bogen) zum Stehen. Dass bei dem Angriff niemand zu Tode kam, sei schlichtweg Zufall gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin.
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Das Gericht legte dem 21-jährigen Angreifer unter anderem versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung zur Last. Mit dem Urteil folgte das Gericht den Plädoyers von Staatsanwalt, Nebenklagevertreter und Verteidiger: Sie hatten übereinstimmend gefordert, dass der Beschuldigte in der Psychiatrie bleibt.











