Sommerferien in NRW
Bundespolizei warnt vor „falschen Touristen“ am Hauptbahnhof
17.07.2026 – 09:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Sommerferien beginnen – und damit auch die Hauptreisezeit am Hauptbahnhof. Doch dort gehen Kriminelle umher. Die Bundespolizei erklärt, wie sich drei Maschen enttarnen lassen.
Volle Bahnsteige, schwere Koffer, abgelenkte Blicke auf die Anzeigetafel: Zum Start der Sommerferien rechnet die Bundespolizei am Kölner Hauptbahnhof mit deutlich mehr Reisenden – und mit Taschendieben, die genau das ausnutzen.
Schon wenige Sekunden der Unachtsamkeit reichen den Tätern, um Geldbörsen, Smartphones oder Ausweisdokumente zu entwenden. Die Täter agieren nach Angaben der Bundespolizei äußerst professionell und häufig im Team. Sie nutzen verschiedene Ablenkungsmanöver, um unbemerkt an die Wertsachen ihrer Opfer zu gelangen. Drei Maschen treten dabei besonders häufig auf.
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Kriminalität am Kölner Hauptbahnhof: Drei Maschen fallen aus
Zum einen ist da der Anrempeltrick: Das Opfer wird im Gedränge absichtlich angerempelt oder in eine Menschenmenge gedrängt. Während sich die Aufmerksamkeit auf den vermeintlichen Zwischenfall richtet, greift ein Komplize unbemerkt in Taschen oder Rucksäcke.
Anders läuft es beim „falschen Touristen“: Mit einem Stadtplan oder dem Smartphone in der Hand bitten Täter um eine Wegbeschreibung. Während sich das Opfer auf die Erklärung konzentriert, nutzt ein zweiter Täter die Ablenkung und entwendet Wertsachen.
Und dann gibt es da noch den Beschmutzertrick: Reisende werden scheinbar versehentlich mit einem Getränk oder einer anderen Flüssigkeit bekleckert. Während vermeintliche Helfer beim Reinigen der Kleidung assistieren, greifen Komplizen nach Geldbörse oder Mobiltelefon.
Bundespolizei gibt Tipps für Reisende am Kölner Hauptbahnhof
Reisenden am Kölner Hauptbahnhof empfiehlt die Bundespolizei folgende Vorsichtsmaßnahmen:
- Geldbörse, Smartphone und Ausweisdokumente möglichst in verschlossenen Innentaschen nah am Körper tragen.
- Handtaschen mit der Verschlussseite zum Körper tragen und stets geschlossen halten.
- Wertgegenstände nicht in Außentaschen von Rucksäcken oder Jacken aufbewahren
- Gepäck jederzeit im Blick behalten und niemals unbeaufsichtigt lassen.
- Besonders aufmerksam sein, wenn man angerempelt oder von Unbekannten in ein Gespräch verwickelt wird.
Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen sind die längste zusammenhängende unterrichtsfreie Zeit im nordrhein-westfälischen Schuljahr und dauern in der Regel sechs Wochen. In diesem Jahr beginnen sie offiziell am Montag, dem 20. Juli 2026, und enden am Dienstag, dem 1. September 2026. Der erste Schultag nach den Ferien ist Mittwoch, der 2. September 2026.
Die große Reisewelle zum Ferienstart wird jedoch aufgrund des anstehenden Wochenendes bereits an diesem Freitag erwartet.
Was tun, wenn man doch bestohlen wird?
Opfer eines Taschendiebstahls oder Zeugen verdächtiger Beobachtungen sollten umgehend die Polizei informieren. Je schneller eine Tat gemeldet wird, desto größer sind laut Bundespolizei die Chancen, Tatverdächtige zu ermitteln und gestohlene Gegenstände sicherzustellen.










