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Home » Boss Blume äußert sich zu möglichen Werksschließungen
Wirtschaft

Boss Blume äußert sich zu möglichen Werksschließungen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 12, 2026
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Boss Blume äußert sich zu möglichen Werksschließungen

„Intelligentere Lösungen“ trotz Krise

Werksschließungen? VW-Boss dementiert Berichte

Aktualisiert am 12.07.2026 – 17:27 UhrLesedauer: 4 Min.

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Konzernchef Oliver Blume will nach eigenen Angaben Fabrikschließungen vermeiden. (Archivbild) (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)

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VW plant einen Großumbau. Mehr als 100.000 Stellen könnten wegfallen, Standorte sind in Gefahr, Beschäftigte verunsichert. Konzernchef Blume sieht „intelligentere Lösungen“ als Werksschließungen.

Nach den Medienberichten über die Streichung von mehr als 100.000 Stellen geht in der Belegschaft von Volkswagen die Angst vor der Schließung von ganzen Standorten um. Nun meldete sich Konzernchef Oliver Blume im Ringen um die Zukunft von Deutschlands größtem Automobilhersteller zu Wort: Er sieht Alternativen zu Fabrikschließungen. „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte Blume der „Bild am Sonntag“.

Ein Sparprogramm an den deutschen Produktionsstandorten zeige bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt“, sagte er.

Die Äußerungen kommen wenige Tage nach der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag, bei der Blume einem Medienbericht zufolge mit einem weitergehenden Sparpaket gescheitert sein soll.

  • Volkswagen in schwerer Krise: Schmerzhaftes Ende einer deutschen Gewissheit
  • Kein Beschluss, aber Ansage: VW will die Hälfte seiner Modelle streichen

VW-Vorstand will weiter umbauen

Was konkret im abgelehnten Sparpaket steht, ist bisher nur aus Medienberichten bekannt. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Laut „Bild“ könnten es sogar 120.000 sein. Vier Werke des VW-Konzerns in Deutschland sind zudem von Schließung bedroht: Hannover, Emden, Zwickau und das Audi-Werk in Neckarsulm.

VW äußerte sich am Freitag nicht zu einzelnen Abstimmungen im Aufsichtsrat. Blume betonte aber, der Vorstand treibe die Transformation weiter voran. „Mit unserem Zukunftsplan stellen wir den Konzern auch in einem global massiv herausfordernden Umfeld noch robuster und wettbewerbsfähiger auf.“

VW in der Krise: Zukunft Elektroflotte, aber schlechte Weltlage

Hoffnung mache die neue Elektroflotte, sagte Blume der „Bild am Sonntag“: „Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft. Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen.“ Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: „Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz.“

Blume fordert weitere Einschnitte und eine Verkleinerung der Produktpalette des Konzerns: „Unsere Produkte sind sehr beliebt – wir verdienen nur zu wenig Geld damit. Deshalb müssen wir unsere Kosten weiter reduzieren. In allen Kostenarten.“ Zukünftig wolle man den Absatz pro Modell steigern. „Dafür straffen wir konsequent unser Produkt-Portfolio.“ Gleichzeitig nimmt er die Politik in die Pflicht: „Uns geht es dabei immer auch um den Industriestandort Deutschland. Alle müssen anpacken.“ Transformation sei eine gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe.

Vertrauensverlust bei Beschäftigten

Einen großen Vertrauensverlust in der Belegschaft hat unterdessen der Betriebsrat nach dem Verstreichen eines Ultimatums an die Konzernspitze ausgemacht. Man habe registrieren müssen, dass Blume am Freitag das Management über Details sowohl zum wahrscheinlichen Aus für deutsche Fabriken als auch zu einem massiv ausgeweiteten Stellenabbauziel informiert habe. „Wir verurteilen scharf, dass er gleichzeitig den zehntausenden betroffenen Beschäftigten außerhalb des Managements diese Informationen weiterhin vorenthält“, hieß es am Samstag.

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