Gegen die Wimbledon-Überraschung
Zverev ballt die Faust – Deutscher wird immer stärker
Aktualisiert am 10.07.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 8 Min.

Deutschlands bester Tennisspieler steht unter den letzten Vier von London. Um ins Finale einzuziehen, muss er nun einen Lokalmatador schlagen – und könnte damit Geschichte schreiben.
31 Jahre ist es her, dass ein deutscher Tennisspieler im Finale von Wimbledon stand. Damals schaffte es Boris Becker gegen den US-Amerikaner Pete Sampras. Seitdem aber darbte das deutsche Herrentennis beim traditionsreichen Grand-Slam-Turnier in London.
Nun aber könnte diese Serie endlich zu Ende gehen: Denn Alexander Zverev kann heute mit einem Sieg im Halbfinale gegen Turnier-Überraschung Arthur Fery das Endspiel am Sonntag erreichen – und seinen Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel direkt nach seinem Triumph bei den French Open am Leben halten. Klappt es für den Hamburger?
Verfolgen Sie die Partie ab 14.30 Uhr hier live im Ticker.
Arthur Fery – Alexander Zverev 6:7 (0:7), 1:5
2. Satz, 6:7 (0:7), 1:5 – Ein Lob des 1,98-Meter-Manns gegen seinen fast 25 Zentimeter kleineren Gegner, ein Service-Winner hinterher. Und dann? Sein zweiter Doppel-Fehler der Partie. Zverev schüttelt mit dem Kopf. Lässt sich aber nicht beirren. Das nächste Ass zum 40:15, mit einem weiteren Aufschlag-Winner schließt er ab. Fery und das Publikum scheinen aktuell wenig Hoffnung zu haben, dass da doch noch etwas geht.
2. Satz, 6:7 (0:7), 1:4 – Das war mal wieder schön gespielt vom Außenseiter: Er hält Zverev an der Grundlinie, kommt nach vorn und schließt per Volley ab. Aber er leistet sich aktuell zu viele Fehler, auch der erste Aufschlag kommt gerade nicth mehr. Und Zverev? Der kommt dagegen immer besser rein und bringt das nächste Highlight: Einen Stopp am Netz erläuft er noch – und hebt den Ball wunderschön auf die Linie, ballt danach die Faust. Zwei Breakbälle. Den ersten wehrt Fery noch ab, beim nächsten aber unterläuft ihm ein weiterer Vorhand-Fehler. Zverev hat das Doppel-Break, hier läuft gerade sehr viel – wenn nicht alles – für ihn.
2. Satz, 6:7 (0:7), 1:3 – Ganz stark! Zverev stellt mit einem bärenstarken Longline-Passierball vorbei am hervorgeeilten Fery auf 30:0. Beim Briten läuft gerade wenig bis gar nichts mehr zusammen. Symptomatisch: Bei der nächsten Rally kommt er wieder ans Netz – und bleibt mit einem Volley hängen. Mit einem Vorhand-Longline holt sich Zverev sein Aufschlagspiel zu Null. Wieder geht ein Raunen durchs Publikum, die Zuschauer spüren: Fery ist angeschlagen.
2. Satz, 6:7 (0:7), 1:2 – Wie im ersten Satz: Zverev holt sich beim zweiten Aufschlagspiel seines Gegners das Break. Kuriose Situation bei 30:0 aus seiner Sicht: Fery kommt ans Netz – aber ein Balljunge steht zeitgleich auf, irritiert den Briten unabsichtlich, der sich daraufhin beklagt. Der Punkt wird neu gespielt – und Zverev stellt mit einem Vorhand-Cross auf drei Breakbälle. Schon den ersten verwandelt er, weil Fery mit einer Rückhand im Netz bleibt.









