Blatter über Infantino
Ex-Fifa-Boss rechnet ab: „Hat sich Trump unterworfen“
Aktualisiert am 09.07.2026 – 17:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Sepp Blatter wirft Fifa-Präsident Infantino vor, sich dem Druck von US-Präsident Trump gebeugt zu haben. Dabei geht es um einen WM-Einsatz, der nicht hätte stattfinden dürfen.
Der frühere Fifa-Präsident Sepp Blatter hat Amtsinhaber Gianni Infantino scharf angegriffen. Auslöser ist die Aufhebung der WM-Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun – nachdem US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben bei der Fifa interveniert hatte.
Blatter sagte dem Schweizer Newsportal „nau.ch“: „Der heutige Fifa-Präsident hat sich Donald Trump unterworfen. Das darf nicht passieren.“ Trumps Einmischung bezeichnete der 90-Jährige als inakzeptabel: „Die Intervention von Trump ist inakzeptabel. So etwas hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben.“ Zwischen Staatspräsidenten und dem Fifa-Präsidenten habe es früher gegenseitigen Respekt gegeben, sagte Blatter weiter. Niemand wäre auf die Idee gekommen, Einfluss auf sportliche Entscheide zu nehmen.
Im Video | Hummels wütet über Balogun-Fall
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Balogun war beim 2:0-Sieg der USA im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Roter Karte vom Platz geflogen. Damit war er für das Achtelfinalspiel gegen Belgien gesperrt. Trump hatte nach eigenen Angaben per Anruf bei der Fifa um eine Überprüfung der Sperre gebeten. Die Fifa hob sie daraufhin auf. Balogun stand in der Startelf – die USA verloren die Partie mit 1:4 (1:2).
Blatter hatte Infantino bereits am Vortag in einem Post bei X kritisiert. Mit Blick auf die Besetzung des Fifa-Präsidiums sagte er: „Es braucht vor allem eine Persönlichkeit, die unabhängig ist. Vielleicht sogar jemanden von außerhalb des Systems.“











