Nach Egger-Rückzug
Campingplatz-Chef könnte Wiesn-Wirt werden
06.07.2026 – 06:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Jahren bewirbt sich ein Münchner Wirt vergeblich um einen Wiesn-Zeltplatz. Jetzt könnte er plötzlich zum Zug kommen. Doch die Zeit drängt gewaltig.
Erst im Mai die Absage, jetzt eine überraschende Wende: Klaus Bartl, Betreiber des Campingplatzes Thalkirchen, könnte 2026 doch noch Wiesn-Wirt werden. Nach Informationen von „Abendzeitung“ und „tz“ ist der 59-Jährige der Nächste auf der Bewerbungsliste der Stadt München – nachdem Alexander Egger seinen Platz für das kleine Festzelt Münchner Stubn kurzfristig aufgegeben hat.
Zu früh freuen möchte sich der gebürtige Münchner allerdings nicht. Gegenüber der „tz“ sagte er: „Ich bewerbe mich seit mehreren Jahren immer wieder um einen Zeltplatz auf dem Oktoberfest. Für dieses Jahr habe ich mich auch beworben – und ich habe im Mai wegen zu weniger Punkte eine Absage bekommen.“ Eine offizielle Auskunft, ob er nun nachrücke, habe er bislang nicht. Statt der Münchner Stubn könnte er erstmals seine Hühnerbraterei „Flösserstadl“ aufbauen.
Stadt München bereitet Neuvergabe für Oktoberfest 2026 vor
Erfahrung in der Gastronomie bringt Bartl mit: Neben dem Campingplatz samt angeschlossener Gastronomie führt er den Almwirt in Haar, ein Wirtshaus mit Hotel. „Mit sportlichen Herausforderungen in der Gastronomie kenne ich mich also aus“, sagte er der „tz“. Herausfordernd wäre auch der Zeitplan: Angezapft wird am 19. September 2026, der Aufbau der großen Zelte hat bereits begonnen. „Falls wir auf die Wiesn dürfen, haben wir ein Konzept, und wir sind vorbereitet“, so Bartl.
Die Stadt bereitet die Neuvergabe bereits vor. OB Dominik Krause (Grüne) erklärte am Sonntag: „Wir werden die freie Fläche zeitnah, vermutlich schon nächste Woche, an einen anderen Bewerber vergeben.“ Auslöser ist der Rückzug von Alexander Egger, der die Frist zur Vertragsunterzeichnung verstreichen ließ. Egger und seine Frau Kathrin Wickenhäuser-Egger waren seit 2022 mit der kleinen Münchner Stubn auf der Wiesn vertreten und hatten auch für dieses Jahr einen Zuschlag erhalten. Nach Informationen der „tz“ erhielten ihre Gäste und ihr Personal am Wochenende Absagen für Reservierungen und Arbeitseinsätze. Egger ließ eine Anfrage der Redaktion unbeantwortet.










