„Absolute Weltklasse“
Tennisprofi Struff in Wimbledon so gut wie nie
03.07.2026 – 19:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Jan-Lennard Struff sorgt in Wimbledon für eine große Überraschung. Beim Rasenklassiker in London schaffte er damit eine Premiere.
Jan-Lennard Struff hat in Wimbledon erstmals das Achtelfinale erreicht. Der 36-Jährige setzte sich in der dritten Runde gegen den früheren Weltranglistenersten Daniil Medwedew mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 7:5 durch. Im fünften Anlauf gelang dem Warsteiner damit erstmals der Einzug unter die letzten 16 im All England Club.
Nach dem Match zeigte sich Struff erleichtert. „Zum ersten Mal im Achtelfinale von Wimbledon, ich bin sehr glücklich und stolz“, sagte er auf Court 3. „Es ist unglaublich. Tennis ist manchmal ein harter Sport. Die wichtigste Sache ist, dass man nicht aufgibt.“
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Für Struff war es im zehnten Duell auf Tourlevel erst der zweite Erfolg gegen den US-Open-Sieger von 2021. Zuletzt hatte er Medwedew vor fünf Jahren in Halle/Westfalen bezwungen – ebenfalls auf Rasen. Im Achtelfinale trifft der Deutsche nun auf Hubert Hurkacz aus Polen. „Es wird wieder ein brutal schweres Match“, meinte Struff bei Prime Video. Der frühere Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen sagte: „Das, was er heute gezeigt hat, war absolute Weltklasse. Da kann kommen, wer will. Der hat so ein Selbstvertrauen jetzt.“ Ein Preisgeld von rund 350.000 Euro hat Struff nun sicher.
Als 20. deutscher Tennisspieler in der Open Era erreichte Struff das Achtelfinale im Männer-Einzel von Wimbledon. In der Weltrangliste arbeitet er sich damit weiter in Richtung Top 60 vor. Vor dem Rasenklassiker hatte wenig auf einen solchen Lauf hingedeutet. Erst mit dem Einzug in die dritte Runde hatte Struff seit Oktober bei einem Turnier erstmals wieder zwei Hauptfeld-Matches gewonnen.
Zverev will es Struff gleichtun
Nur einen Tag nach dem 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 7:6 (10:7)-Krimi gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima, in dem ihm 45 Asse gelungen waren, wartete bereits die nächste Herausforderung. „Es wird ein absolut schwieriges Match. Da muss ich Gas geben“, hatte Struff vor der Partie gesagt.
Der Beginn verlief allerdings nicht nach Plan. Medwedew schaffte früh das Break. Struff fand aber schnell zu seinem Spiel, nahm seinem Gegner ebenfalls den Aufschlag ab und erzwang den Tiebreak. Dort entschied der Deutsche den ersten Satz für sich.










