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Home » Ricarda Lang warnt vor Schaden durch Attestpflicht ab dem ersten Tag
Politik

Ricarda Lang warnt vor Schaden durch Attestpflicht ab dem ersten Tag

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 2, 2026
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Ricarda Lang warnt vor Schaden durch Attestpflicht ab dem ersten Tag

„Schlecht für die Wirtschaft“

Lang kritisiert Koalitionsbeschluss zu Krankschreibungen


Aktualisiert am 02.07.2026 – 23:59 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ricarda Lang im Bundestag: Sie meldet Bedenken gegen die Attestpflicht an. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Lenny Karpe/imago)

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Ricarda Lang warnt vor den Folgen der neuen Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag. Die Grünen-Politikerin sieht darin Symbolpolitik – auf Kosten von Bürgern und Wirtschaft.

Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang hat die von der Schwarz-Roten Koalition beschlossene Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag kritisiert. Sie befürchtet, dass die Maßnahme nach hinten losgehen könnte.

„Die einen schleppen sich krank zur Arbeit, stecken ihre Kollegen an und verschleppen den Infekt. Die anderen rennen auch mit einer handelsüblichen Erkältung zum Arzt, statt sich zu erholen – nur, um sich im Wartezimmer noch etwas Ärgeres einzufangen“, sagte sie der „Bild“-Zeitung.

  • Kanzler räumt ein: „Es dauert länger, als ich gehofft habe“
  • „Es grenzt an Irrsinn“: Ärzte kritisieren Regierung scharf

Die ehemalige Grünen-Co-Vorsitzende sieht junge Eltern mit kleinen Kindern besonders von der Regelung betroffen. Sie befürchte, dass sich Menschen länger krank sind und „noch länger auf einen Termin bei ihrem Hausarzt“ warten müssen, sagte sie der Zeitung. „Das ist schlecht für die Bürger und schlecht für die Wirtschaft“, so Lang weiter.

Lang: Führt zu mehr Krankentagen

Auf der Plattform X schrieb sie: „Wenn die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Attestpflicht ab dem ersten Tag so kommen, wird das auf jeden Fall zu mehr Krankentagen in Deutschland führen“. Einen ironischen Seitenhieb gab es auch noch: „Ich find’s gut, dass die Bundesregierung endlich was gegen Unterbeschäftigung bei Hausärzten unternimmt“.

Damit sprach sie die ohnehin schon bestehende Überlastung von Arztpraxen an. Auch der Verband der Hausärzte schloss sich dem an. Die Beschlüsse seien katastrophal, sagte der Co-Verbandsvorsitzende Markus Blumenthal-Beier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Union und SPD nähmen damit eine Überlastung der Praxen billigend in Kauf. Alle Statistiken belegten zweifelsfrei, dass die telefonische Krankmeldung nicht zu mehr Krankschreibungen geführt habe.

Auf Instagram sprach Lang von einer Symbolpolitik der Bundesregierung, „wo so getan würde, als helfe man der Wirtschaft, aber eigentlich wird nur Schaden angerichtet – für die Arbeitnehmer, für die Ärzte, für das Gesundheitssystem und für die Wirtschaft.“

Merz und Klingbeil verweisen auf Gesetzgebungsverfahren

Die Koalition hatte sich darauf geeinigt, dass künftig ab dem ersten Tag der Erkrankung die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gesetzlich vorgeschrieben sein soll. Die genaue Ausgestaltung ist aber noch offen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) verwies außerdem bereits darauf, dass Unternehmen davon abweichen können, etwa durch tarifliche oder Betriebsvereinbarungen.

Finanzminister Lars Klingbeil hat derweil auf das ausstehende Gesetzgebungsverfahren verwiesen. „Das war jetzt gestern eine Grundsatzeinigung im Koalitionsausschuss“, sagte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) am Donnerstagabend im ZDF-„heute journal“. Nun gehe es darum, „gute pragmatische Lösungen“ zu finden.

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