Uniklinik schafft Abhilfe
Hitzewelle bringt Kölner Bestatter an ihre Grenzen
01.07.2026 – 19:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Hitzewelle der vergangenen Woche hat in Köln offenbar auch Bestatter an ihre Grenzen gebracht. Es kam vorübergehend zu Engpässen beim Abtransport von Leichen.
Die extreme Hitze der vergangenen Woche hat in Köln offenbar auch Bestatter vor Probleme gestellt. Nach Angaben aus dem NRW-Gesundheitsministerium gab es im Raum Köln Hinweise darauf, dass es am Wochenende vorübergehend zu Engpässen beim Abtransport von Leichen gekommen sei.
Das sagte Professor Frank Stollmann, Gruppenleiter im NRW-Gesundheitsministerium, im zuständigen Ausschuss des Landtags. Demnach meldete auch die Stadt Köln vergleichbare Probleme wie Leverkusen, wo es am Samstag laut Bezirksregierung Köln einen akuten Engpass bei der Unterbringung von Verstorbenen gegeben hatte.
Durch Vermittlung des Innenministeriums sei Kontakt zu den Notfallteams des Bundesverbandes der Bestatter hergestellt worden. Für Leverkusen konnten demnach mindestens 30 Plätze für Leichen angeboten werden. Auch Köln sei auf das Notfallteam hingewiesen worden. In der Domstadt habe jedoch zwischenzeitlich die Uniklinik Abhilfe schaffen können.
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Engpass beim Abtransport von Leichen: Kein flächendeckendes Problem
Nach dem Bestattungsgesetz Nordrhein-Westfalen muss ein Leichnam spätestens nach 36 Stunden in eine Leichenhalle überführt werden. Bei extremer Hitze könne es aus Gründen des Gesundheitsschutzes aber nötig sein, Verstorbene noch schneller zu überführen, sagte Stollmann.
Nach bisherigem Kenntnisstand handele es sich bei den Problemen allerdings eher um vereinzelte Fälle und nicht um ein flächendeckendes Phänomen. Das werde noch geprüft. Unter den Bestattern gebe es zudem eine gute Netzwerkarbeit, sagte Stollmann. Sie würden sich gegenseitig unterstützen.
Laumann zur Hitze: „äußerst herausfordernden Situationen“
Ob die Hitzewelle zu einer erhöhten Sterblichkeit geführt hat, lässt sich derzeit noch nicht konkret sagen. Die Daten der Todesursachenstatistik für 2026 werden voraussichtlich erst im Herbst 2027 vorliegen. Zudem werden darin nur Grundleiden dokumentiert. Hitzebedingte Todesfälle können daher unter Umständen nicht als solche erkannt werden, wenn etwa eine Herz-Kreislauf-Erkrankung als Ursache eingetragen wird.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sprach mit Blick auf die tagelange Extremhitze von „äußerst herausfordernden Situationen“ für das Gesundheits-, Pflege- und Rettungssystem. Vor allem am Samstag und Sonntag sei die Lage schwierig gewesen. In Krankenhäusern und Notfallambulanzen habe es teilweise angespannte Stunden gegeben. Ein übergeordnetes Versorgungsproblem habe es nach seinen Angaben aber nicht gegeben. Lokale Probleme seien auch lokal gelöst worden.










