Übrigens: Unangenehme Symptome am After lassen sich mitunter auch auf eine Analthrombose zurückführen. Diese äußert sich jedoch für gewöhnlich nicht durch Blut, sondern vor allem durch plötzlich auftretende Schmerzen. Außerdem sind bei einer Analthrombose oft ein oder mehrere Knoten am After zu erkennen beziehungsweise zu ertasten. Mehr hierzu erfahren Sie im Artikel Analthrombose oder Hämorrhoiden?.
Sehr dunkles, fast schwarzes Blut (Teerstuhl) im oder auf dem Stuhl ist beim Hämorrhoidalleiden sehr ungewöhnlich und spricht eher für eine Erkrankung im Magen, in der Speiseröhre oder in oberen Darmabschnitten. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre.
Hämorrhoiden-Blut ist meistens frisch und somit eher hellrot. Allerdings sind hellrote Blutungen aus dem After keineswegs immer ein Zeichen für Hämorrhoiden, sondern können auch auf Afterrisse oder Darmerkrankungen hindeuten.
Wie lange können Hämorrhoiden bluten?
Ein Hämorrhoidalleiden kann in Phasen verlaufen: Mal bluten die Hämorrhoiden täglich bei jedem Stuhlgang, mal haben die Betroffenen wochen- oder sogar monatelang Ruhe. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn Hämorrhoiden über Tage hinweg immer wieder bluten. Auch kräftige Blutungen, bei denen das Blut in die Toilette spritzt oder tropft, sind dabei möglich und meist kein Grund zur Panik.
Zum Arzt sollten die Betroffenen aber trotzdem. Denn auch wenn die Symptome in vielen Fällen von selbst wieder abklingen und dann sogar über längere Zeiträume hinweg nicht mehr auftreten, sollten Hämorrhoiden so früh wie möglich behandelt werden. Nur so lassen sich erneute Beschwerden – und unangenehme Folgen wie Entzündungen im Afterbereich – vermeiden.
Stark blutende Hämorrhoiden: Was tun?
Verletzte Hämorrhoiden können kräftige Blutungen verursachen, die aber nach kurzer Zeit von selbst nachlassen. Eine starke Blutung aus dem Darm, die deutlich länger andauert als ein paar Minuten, ist eher ein Hinweis auf:
- einen entzündlichen Darminfekt,
- Blutungen aus Ausstülpungen im Darm (Divertikelblutungen) sowie
- chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
In jedem Fall ist ein Anruf in einer Arztpraxis empfehlenswert – am besten direkt bei einer Proktologin oder einem Proktologen. Diese sind auf Hämorrhoidalleiden und andere Beschwerden im Bereich des Enddarms spezialisiert und können schnell weiterhelfen. Eine Überweisung ist nicht notwendig.
Erste Hilfe bei stark blutenden Hämorrhoiden
Gegen die Blutung können und müssen Sie nichts tun – sie lässt von selbst wieder nach. Es gibt aber einiges, was Sie tun können, um den Juckreiz und die anderen Beschwerden zu lindern und erneuten Blutungen vorzubeugen:











