Deutscher Wetterdienst verkündet
Nächtlicher Hitzerekord in Deutschland eingestellt
Aktualisiert am 25.06.2026 – 11:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Die vergangene Nacht zieht nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes mit der wärmsten Nacht in Deutschland seit Beginn der Messungen gleich.
Im rheinland-pfälzischen Bad Bergzabern ist die Temperatur in der Nacht zum Donnerstag nicht unter 26,2 Grad gefallen. Dieser Wert wurde um 5.50 Uhr gemessen, danach stieg die Temperatur wieder. Damit wurde laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der Rekord für die heißeste je in Deutschland gemessene Nacht eingestellt.
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Bisheriger Rekordhalter war der Berg Weinbiet in Rheinland-Pfalz, wo die Temperatur am 25. Juli 2019 ebenfalls nicht unter 26,2 Grad gesunken war.
Deutschland ächzt seit Tagen unter einer Hitzewelle. Die Temperaturen stiegen dabei tagsüber auf bisher bis zu 38,5 Grad, gemessen um 15 Uhr am 19. Juni im bayerischen Kitzingen. An zahlreichen Stationen wurden außergewöhnlich hohe Werte registriert – allein am Mittwoch meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) rund 270 Tages- und 20 Monats-Höchstwerte an den insgesamt 478 Stationen.
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Auch in den kommenden Tagen soll es heiß bleiben: Im Westen und Südwesten erwartet der DWD am Donnerstag Werte bis nahe an die 40-Grad-Marke, am Freitag sogar lokal bis 41 Grad.
Hitzewelle: Absoluter Tagesrekord könnte ebenfalls wackeln
Das heißt: Auch der absolute Temperaturrekord in Deutschland rückt in greifbare Nähe. Der bisherige Höchstwert wurde am 25. Juli 2019 an den offiziellen Messstationen des Deutschen Wetterdienstes in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen gemessen. Er liegt bei 41,2 Grad.
„Großflächige Hitzewellen bedrohen die Gesundheit sehr vieler Menschen und zählen zu den tödlichsten Extremwetterereignissen überhaupt“, schreibt die Bundesärztekammer. „Die aktuelle Lage ist gerade deshalb so riskant, weil die hohen Temperaturen anhalten und sich Gebäude, Wohnungen und Praxisräume über die Tage immer weiter aufheizen und nachts kaum noch abkühlen.“
Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt, werden Tropennacht genannt. Üblicherweise gibt es jedes Jahr pro Messstation nur eine Handvoll Tropennächte. „In Jahren mit sehr heißen Sommern wie 2003 wurden an begünstigten Stationen allerdings über zehn Tropennächte beobachtet“, schreibt der DWD auf seiner Homepage. „So waren es 2003 in Kehl bei Straßburg 21 Tropennächte. Im Sommer 2015 wurde an den Stationen Waghäusel-Kirrlach und Bad Bergzabern 13 Tropennächte registriert.“










