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Home » Pestizide im Kaffee: So gefährlich ist Befund für Verbraucher
Leben

Pestizide im Kaffee: So gefährlich ist Befund für Verbraucher

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 25, 2026
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Pestizide im Kaffee: So gefährlich ist Befund für Verbraucher

Bericht der Deutschen Umwelthilfe

Verbotene Pestizide im Kaffee nachgewiesen


25.06.2026 – 10:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Frau rührt Schaum in einer Glaskaffeetasse: Häufig stammen die Bohnen aus Brasilien oder Kenia. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/joseantona/imago)

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Dutzende Pestizide aus Anbauländern wie Brasilien oder Vietnam landen über Kaffeebohnen im Handel. Die Umwelthilfe beklagt zudem gravierende Folgen für Böden, Wasser und Arbeiter.

Nach Deutschland exportierter Kaffee ist oft mit Pestiziden belastet. Das berichtet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in ihrer aktuellen Analyse „Poison in Your Coffee“. Nach Angaben der Umweltschützer können die eingesetzten Chemikalien schwere Gesundheitsschäden verursachen. Zugleich richtet sich die Kritik der Studie vor allem gegen die Bedingungen in den Anbauländern.

Verbotene Pestizidrückstände

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Für die Untersuchung wertete die DUH mehrere Rückstandsanalysen, wissenschaftliche Studien sowie die offiziellen Pestizidregister aus. Im Fokus standen unter anderem die Anbauländer Brasilien, Vietnam, Kenia und Kolumbien. Das Ergebnis: Insgesamt wurden 159 Pestizidwirkstoffe gefunden. Davon werden 60 bis 77 Prozent als hochgefährliche Pestizide eingestuft.

Mehr als die Hälfte der 159 Pestizidstoffe sind in der EU nicht zugelassen. 14 Wirkstoffe werden von der Weltgesundheitsorganisation WHO als äußerst gefährlich oder hochgefährlich klassifiziert. 22 der nachgewiesenen Wirkstoffe sind sogar krebserregend oder wahrscheinlich krebserregend. Ein Viertel (40) gelten als hormonell wirksam, bei einem kleineren Teil (29) handelt es sich um nervenschädigende Wirkstoffe.

Darüber hinaus stehen alle der nachgewiesenen Pestizide im Zusammenhang mit Krebs, Unfruchtbarkeit und Parkinson, merkt der Bericht an.

Laut DUH liegt die hohe Belastung der Kaffeeprodukte vor allem am intensiven Pestizideinsatz in den Ursprungsländern. Besonders in Brasilien, Vietnam und Kenia werde beim Kaffeeanbau häufig deutlich mehr gespritzt als etwa auf Mais-, Reis- oder Sojafeldern.

Pestizide auch auf geröstetem Kaffee

In der EU sind die auf den Kaffeeplantagen eingesetzten Pestizide zwar verboten. Rückstände auf importierten Kaffeeprodukten werden jedoch toleriert. Das gilt laut DUH sowohl für grüne – also rohe – als auch für geröstete Bohnen.

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Häufig handelt es sich dabei nicht um ein einziges Pestizid, sondern um eine Kombination aus verschiedenen Chemikalien. In dem Bericht wird dies als „toxischer Cocktail“ bezeichnet.

Pestizidrückstände nehmen zu

Bereits 2022 untersuchte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Kaffeeproben. Dabei konnte sie bei 23 Prozent der getesteten Kaffeeproben Pestizide nachweisen, die in der EU verboten sind. Somit hat sich laut EFSA die Menge solcher Rückstände zwischen 2011 und 2022 verzehnfacht.

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